Zwei Musiker wollen ihren Song vermarkten

Zwei Musiker wollen ihren Song vermarkten: Florian Schmid, Lehrer für Gitarre an der Städtischen Musikschule in Lahr, hat gemeinsam mit dem Musiker Yaya Singhateh, ein Geflüchteter aus Gambia,  das Lied „Sticky Pulp“ aufgenommen. Um es vermarkten zu können, haben die beiden ein Crowd-Funding-Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, auf diesem Weg die finanziellen Mittel zusammen zu bekommen, um den Song deutschlandweit ins Radio zu bringen.

Yaya Singhateh ist als Flüchtling vor eineinhalb Jahren nach Deutschland gekommen. Dank des Förderkreises der Musikschule hat er dort Gitarrenunterricht an der Musikschule nehmen können. Dabei traf er auf den Musiklehrer Florian Schmid. Schnell erkannte er Yayas Talent und spielte ihm eigene Songs und Ideen vor. Spontan und ohne groß darüber nachzudenken, sang Yaya Reggaetexte zu den Melodien. So entstand die Idee, ein gemeinsames Album zu produzieren.


Titelfoto: Christian Seidel / pixelio.de

Musik verbindet Kulturen, diese Erfahrung macht man auch in der Städtischen Musikschule in Lahr.


„Unser Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Einmal mit unserem Song, die Hörer vom Hocker hauen, und zum anderen Mut zu machen, aufeinander zuzugehen und gemeinsam etwas zu schaffen, was größer und stärker sein wird als die Leistung jedes einzelnen“, sagt Schmid. Die beiden wollen ihren Song natürlich nicht nur im stillen Kämmerlein oder mal bei Geburtstagen spielen.

Florian Schmid, Lehrer an der Städtischen Musikschule in Lahr – Foto: Städtische Musikschule

 

Um aber eine Radio-Werbekampagne oder gar eine Aktion, die auch die sozialen Medien einschließt, finanzieren zu können, benötigen die beiden finanzielle Unterstützung, die sie über ein Crowd­-Funding-Projekt zusammenbekommen wollen. Mindestens 4000, möglichst aber 6000 Euro benötigen die Musiker. Der Finanzierungszeitraum läuft noch bis zum 20. Dezember.

Das Projekt ist auf der Website startnext.com zu finden. Dort kann sowohl der Song angehört als auch für seine Verbreitung Geld gespendet werden.

Yaya Singhateh, ein geflüchteter Musiker aus Gambia – Foto: Städtische Musikschule

Crowd Funding

Beim Crowd-Funding haben Menschen die Möglichkeit, mit Beträgen in unterschiedlicher Höhe einen Zuschuss für ein Projekt zu geben. Als Gegenleistung gibt es von Florian Schmid und Yaya Singhateh je nach Betrag ein Dankeschön. Das reicht vom kostenlosen Download des Präsentationsvideos über Buttons, Basecaps und Download des Songs bis zum Kochevent mit den beiden Künstlern beim Spender zu Hause. Das gespendete Geld ist zweckgebunden und wird den Musikern nun dann ausbezahlt, wenn der gewünschte Betrag erreicht wurde.  Ansonsten geht das Geld zurück an die Spender.

Weitere Informationen über dieses Projekt gibt es auch in der Lokalpresse: Badische Zeitung, Lahrer Zeitung und Lahrer Anzeiger.