Archiv der Kategorie: Presseartikel aus Lahr

Zwei Musiker wollen ihren Song vermarkten

Zwei Musiker wollen ihren Song vermarkten: Florian Schmid, Lehrer für Gitarre an der Städtischen Musikschule in Lahr, hat gemeinsam mit dem Musiker Yaya Singhateh, ein Geflüchteter aus Gambia,  das Lied „Sticky Pulp“ aufgenommen. Um es vermarkten zu können, haben die beiden ein Crowd-Funding-Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist es, auf diesem Weg die finanziellen Mittel zusammen zu bekommen, um den Song deutschlandweit ins Radio zu bringen.

Yaya Singhateh ist als Flüchtling vor eineinhalb Jahren nach Deutschland gekommen. Dank des Förderkreises der Musikschule hat er dort Gitarrenunterricht an der Musikschule nehmen können. Dabei traf er auf den Musiklehrer Florian Schmid. Schnell erkannte er Yayas Talent und spielte ihm eigene Songs und Ideen vor. Spontan und ohne groß darüber nachzudenken, sang Yaya Reggaetexte zu den Melodien. So entstand die Idee, ein gemeinsames Album zu produzieren.


Titelfoto: Christian Seidel / pixelio.de

Musik verbindet Kulturen, diese Erfahrung macht man auch in der Städtischen Musikschule in Lahr.


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Flüchtlinge und Polizeistatistik

Flüchtlinge und Polizeistatistik: In jedem Jahr legt das Lahrer Polizeirevier die Kriminalstatistik des Vorjahres vor. Dieses Mal hatte Revierleiter Felix Neulinger auch die Zahlen der Straftaten im Jahr 2016 aufgearbeitet, bei denen Flüchtlinge involviert waren. Sein Fazit: Man müsse die Zahlen relativieren und Gerüchten entgegen treten.

Die Zahl der tatverdächtigen Asylbewerber und Flüchtlinge ist laut Badischer Zeitung von 57 (2014) auf 111 (2015) und auf 203 im vergangenen Jahr gestiegen, hat sich also fast verdoppelt. Neulinger machte aber darauf aufmerksam, dass aber auch die Zahl der in Lahr lebenden Flüchtlinge gestiegen ist. Das müsse in Relation gesetzt werden.


Titelfoto: pixabay.de

Fast alle Körperverletzungen haben sich in den Unterkünften zwischen den Flüchtlingen abgespielt.


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Teppiche in Heimen sind umstritten

In der Geroldsecker Vorstadt und andernorts  sei das Entsetzen groß, sagt Flüchtlingshelferin Franziska Lau, denn große Teppiche in Heimen sind umstritten. Deshalb habe man sie allen Bewohnern  weggenommen. Sie spricht von einem „Teppich-Drama“, das so schnell wie möglich beendet werden müsse.

Das Landratsamt, das für die Übergangswohnheime zuständig ist, bestätigt, dass Teppiche haben entfernt werden müssen. Es verweist auf die Brandgefahr und auf Hygienemängel, die von großflächigen Teppichen ausgehen könnten. Kleinere Teppiche, wie etwa Gebetsteppiche, gingen in Ordnung.

Sie und ihr Mann hätten in einem Lahrer Flüchtlingsheim eine Familie aus Afghanistan besucht, die traurig und wie gelähmt in ihrem Zimmer gesessen sei, erzählt Franziska Lau. Das Baby habe bäuchlings auf dem kalten, nackten Boden gelegen und spielte. Immer wieder sei es von einem Hustenanfall geschüttelt worden.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

In den Übergangswohnheimen des Landkreises, wie zum Beispiel in der Willy-Brandt-Straße, dürfe privates Inventar nur mit Zustimmung der Verwaltung genutzt werden, so die Auskunft in Offenburg.


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Marie-Juchacz-Strasse wird aufgegeben

Das Übergangswohnheim Marie-Juchacz-Strasse  wird aufgegeben.  Das Landratsamt hat den entsprechenden Vertrag mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zum 30. April gekündigt. Begründet wird der Schritt mit sinkenden Flüchtlingszahlen. Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr bedauert das. Denn die Unterkunft beim Ludwig-Frank-Haus biete sehr gute Voraussetzungen für die Unterbringung von Flüchtlingen.

Momentan wohnen 38 Menschen in dem Gebäude in der Marie-Juchacz-Straße, das insgesamt 60 Flüchtlinge aufnehmen kann.  Sie kommen aus Afghanistan, Irak, Iran, Korea und Syrien. Es handelt sich dabei ausschließlich um Familien.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Tage des Übergangswohnheims in der Marie-Juchacz-Strasse sind gezählt, Anfang April gibt es dort keine Flüchtlinge mehr.


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Im Gespräch mit Flüchtlingen und Helfern

Im Gespräch mit Flüchtlingen und Helfern – darum ist es beim kommunalen Flüchtlingsdialog der Stadt Lahr gegangen. Leben und arbeiten, das Miteinander der Religionen und Kulturen sowie Einblicke in die Lebensgeschichten der Geflüchteten – das waren die Hauptthemen.

Bei diesem Flüchtlingsdialog ging es während gut drei Stunden darum, die zusammenzubringen, die sich in der Region dauerhaft ein neues Leben aufbauen wollen, und jene, die schon eines haben. Kultur, Wohnraum, Arbeit, Sprache waren nur einige Themen von vielen Workshops, bei denen sich Fachleute, Verantwortungsträger, Lahrer Bürger und Flüchtlinge austauschen konnten.


Titelfoto: Heidi Fössel

Zum Flüchtlingsdialog der Stadt Lahr im Max-Planck-Gymnasium sind rund 140 Teilnehmer gekommen.


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