Archiv der Kategorie: Mitteilung des Freundeskreises

Wohngebühren: Kommt nun der Klageweg?

Bei den Gebühren für die Unterbringung von Geflüchteten in den Übergangswohnheimen des Ortenaukreises zeichnet sich keine politische Lösung ab. Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr und andere Helfergruppen aus dem Ortenaukreis haben bei ihrem jüngsten Raumschaftstreffen Mitte Mai deshalb nun den Klageweg ins Auge gefasst.

Ein Antrag der Grünen im Kreistag, die Gebühren für Geflüchtete, die arbeiten, auf ein vernünftiges Maß zu senken, hat im Februar nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die Unterbringungskosten würde man, so stand es in dem von Fraktionschef Alfred Baum (Renchen) und Stellvertreterin Dorothee Granderath (Lahr) unterzeichneten Antrag, „auf dem privaten Sektor bei Vermietung von entsprechendem Wohnraum als Wuchermiete bezeichnen“. Man könne sich zwar mit dem Thema befassen, habe aber keine Entscheidungskompetenz, hieß es seitens der Verwaltung des Ortenaukreises. „Das Land soll nachbessern“, titelte die Presse damals.


Titelfoto: Lupo / pixelio.de

Entscheidet jetzt Justitia über die Gebühren für arbeitende Geflüchtete in den Übergangswohnheimen?


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Geld vom Eurodistrikt für die Worlderers

Der Eurodistrikt Straßburg-Ortenau hat das grenzüberschreitende Projekt Famosik mit 5000 Euro gefördert. Der Begriff Famosik setzt sich aus den Wörtern famos und Musik zusammen. Empfänger des Geldes – jeweils 2500 Euro – sind die Lahrer Flüchtlingsband The Worlderers und die Musikgruppe Ballade aus Straßburg. „Projekte sind nur dann förderfähig“, schreibt der Eurodistrikt in seinen Auswahlkriterien, „wenn mit ihnen ein grenzüberschreitender Mehrwert verbunden ist.“ Der Mehrwert liegt darin, dass beide Musikgruppen auf beiden Seiten des Rheins Konzerte geben. Den Konzerten geht allerdings erst einmal eine Phase mit gemeinsamen Proben voraus.

Geprobt wird zweimal im Monat, abwechselnd in Lahr und Straßburg. Diesmal ist also Lahr dran, die Musikerinnen und Musiker treffen sich am Samstag im evangelischen Gemeindesaal bei der Christuskirche. Auf dem Weg zum Proberaum fragt man sich: Wie soll das bloß funktionieren? Die Worlderers haben einen ganz anderen Stil als Ballade. Hinzu kommt: „Wir arbeiten mit Technik“, hat Herbie Wickertsheim, Chef der Lahrer Gruppe, tags zuvor erläutert, die Straßburger singen und musizieren ohne technische Unterstützung. „Das Schwierige ist, beide Formationen so zu kombinieren, dass niemand beim gemeinsamen Musizieren unglücklich ist.“


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Eine verkleinerte Formation von Worlderers und Ballade probt im evangelischen Gemeindesaal bei der Christuskirche.


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Den Führerschein in nur sechs Stunden

Wer möchte den Führerschein machen? In nur sechs Stunden und dazu noch kostenlos? Diese Fragen stellt Charlotte Wolff, Beauftragte für Geflüchtete bei der Stadt Lahr. Beim Wohnungsführerschein geht es darum, die Chancen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses auf dem Wohnungsmarkt zu erhöhen und durch ein Zertifikat mögliche Vorbehalte auf Seiten der Vermieter abzubauen.

Diese Art des Führerscheins ist ein Kooperationsprojekt des Sozialdienstes im Landratsamt Ortenaukreis und der Stadt. Im Rahmen dieser sechsstündigen Fortbildung werden die Teilnehmer auf Deutsch und Englisch über die wichtigsten Aspekte des Wohnens zur Miete informiert. Dazu zählen zum Beispiel die Instandhaltung der Wohnung, Energiesparen, Umgang mit Müll, Mietvertrag, Hausordnung und das Zusammenleben mit den mit Nachbarn.


Titelfoto: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Für den Führerschein muss man natürlich die Hinweise auf richtiges Verhalten verstehen können.


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Die Ausstellung nimmt konkretere Gestalt an

Das Projekt einer Ausstellung über Geflüchtete in Lahr, das vom Freundeskreis Flüchtlinge angestoßen worden ist, nimmt immer konkretere Gestalt an. Als Sonderausstellung ist es inzwischen im Jahresprogramm 2019 des Stadtmuseums aufgenommen worden. Titel der Ausstellung: „Un-Bekannte Mitbürger. Leben und Alltag von Geflüchteten in Lahr“. Ende September wird sie eröffnet.

Vor dem nächsten Treffen der Arbeitsgruppe des Freundeskreises mit den Verantwortlichen des Stadtmuseums, der Leiterin Gabriele Bohnert und Silke Höllmüller, zuständig für Museumspädagogik, gilt es, noch etliche Punkte des umfangreichen „Drehbuchs“ abzuarbeiten. Dieses siebenseitige Drehbuch enthält detaillierte Beschreibungen der verschiedenen Stationen des Rundgangs durch die Ausstellung und wurde von der Museumspädagogin als Ergebnis der bisherigen Besprechungen erstellt.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Auf ein gutes Gelingen der Ausstellung: Mitglieder der multikulturellen Projektgruppe des Freundeskreises stoßen bei einem ihrer harten, nächtlichen Arbeitstreffen an.


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Eine Lösung im Kreistag oder vor Gericht

Eine Lösung im Kreistag oder vor Gericht: Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr will sich gegen die Erhöhung von Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften zur Wehr setzen, politisch oder juristisch. Worum geht es? Einzelpersonen, die mehr als 917 Euro netto im Monat verdienen, müssen vom Jahr 2019 an 386 Euro statt bisher 245 Euro im Monat zahlen. Der Freundeskreis bezeichnet das als Wucher.

In der Januar-Sitzung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hat sich eine große Mehrheit der etwa 30 Anwesenden dafür ausgesprochen, auf politischer Ebene aktiv zu werden. Dorothee Granderath stellte in der Sitzung zudem einen Antrag der Fraktion der Grünen im Kreistag in Aussicht, mit dem Ziel, die Gebühren für die Unterbringung von Einzelpersonen im Rahmen zu halten. Der Antrag wurde inzwischen auf den Weg gebracht. Des weiteren, so das Resultat der Sitzung, wolle man sich mit der Flüchtlingshilfe Rebland aus Offenburg zusammentun, die sich auf eine juristische Auseinandersetzung vorbereitet.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Erhöhung von Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften: Der Freundeskreis spricht von Wucher.


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