Die Arbeit der Helfer ist zwiespältig

Mal ist es Freude, mal ist es Frust: Die Arbeit der Helfer ist zwiespältig, das ist eine  Erfahrung, die  im Freundeskreis Flüchtlinge Lahr oft gemacht wird.

Da ist zum einen die Freude darüber, einen Neuankömmling kennenzulernen, ihm oder ihr bei den ersten Schritten in der Stadt behilflich sein zu können. Hinzu kommt die Genugtuung, wenn Flüchtlinge im Deutschunterricht Fortschritte machen, wenn sie Schritt für Schritt selbständiger werden.

Auf der anderen Seite stellt sich aber auch Frust ein, wenn die Wohnungs- oder die Arbeitssuche für die Schützlinge zäh und nicht von Erfolg gekrönt ist. Hinzu kommt oft, dass es die Bürokratie ist, die Steine auf dem Weg zur Integration legt.


Titelfoto: Inessa Podushko / pixelio.de

Flüchtlinge auf den Weg in ihre neue Heimat zu bringen, kann beides bedeuten: Frust und Freude.


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Musik ist die gemeinsame Sprache

Musik versteht jeder, Musik ist die gemeinsame Sprache gewissermaßen. Diese Erfahrung machen die Helfer des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr und Asylbewerber immer wieder. Diese Erfahrung macht auch ein Flüchtling aus Gambia, der Reggae über alles liebt.

Ein Lied davon singen kann auch Herbie Wickertsheim vom Freundeskreis. Zum Fest an der Stadtmauer im Juli 2016 zum Beispiel hatte er einen Flüchtlingschor auf die Beine gestellt, der Songs vom Michael Jackson zum Gelingen der Veranstaltung beisteuerte.

Zudem leitet Wickertsheim ein Musikprojekt auf dem Zeitareal in Zusammenarbeit mit dem Jugendmusikwerk Baden. Junge Flüchtlinge lernen Instrumente kennen und spielen auch auf ihnen. Wenn alles klappt, soll es auch einen öffentlichen Auftritt geben.


 Titelfoto: pixabay.de

Musik ist eine Sprache, die alle Menschen verstehen können, ganz gleich ob sie weiß oder schwarz sind.


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Eine Integration im Tandem

Eine Integration im Tandem: Im Projekt Lahrer Integrationstandem begleiten Einheimische und heimisch gewordene Migranten neu zugewanderte Erwachsene aus aller Welt auf ihrem Weg der Integration in die Gesellschaft. Das Engagement der Ehrenamtlichen reicht von wöchentlichen Gesprächskontakten zum Einleben, der kursbegleitenden Unterstützung beim Sprachenlernen bis hin zu Hilfen beim Lesen und Verfassen von Texten und der Begleitung zu Ämtern.

Das Mehrgenerationenhaus begleitet das Projekt und bietet den Integrationsbegleitern Einführungsgespräche, regelmäßige Treffen mit anderen Freiwilligen zum gegenseitigen Austausch und zur Reflexion, wie die Stadt mitteilt.


Titelfoto: Stadt Lahr

Im Gespräch (von links): Nancy Akpoyibo, Elisabeth Velte, Ibrahim Jalali, Mathias Bandle und die Koordinatorin des Projekts, Nadezhda Derevanko


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Zertifiziert für Flüchtlings-Kurse

Die Lahrer Volkshochschule ist jetzt zertifiziert für Flüchtlings-Kurse. Die für den Bildungsbereich passende und allgemein anerkannte Zertifizierung AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) erlaubt es der VHS, für Auftraggeber wie der Arbeitsagentur, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder der Kommunalen Arbeitsförderung Kurse anzubieten.

Die Übergabe des Zertifikats durch die Zertifizierungsgesellschaft Quacert war der Abschluss eines Prozesses, der vor einem Jahr begonnen hatte. In dieser Zeit sei das bereits vorhandene Qualitätsmanagement überprüft und erweitert worden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung.


Titelfoto: Stadtverwaltung

Die VHS Lahr ist zertifiziert (von links): Bürgermeister Guido Schöneboom, VHS-Fachbereichsleiterin Claudia Allgeier, Jürgen Scheiwein von der Zertifizierungsgesellschaft und VHS-Leiterin Carmen Wenkert.


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Maysa Jah aus Gambia hat viel Glück

Maysa Jah aus Gambia hat viel Glück. Der 35-jährige Möbelschreiner, der in dem Containerdorf für Flüchtlinge auf dem Lahrer Flugplatz lebt, hat ein Praktikum machen können. Dass es dazu gekommen ist, hat er Zufällen zu verdanken. Und der Tatsache, dass er zumindest einen Satz gut auf Deutsch sagen kann.

Zufall Nummer eins: Herbie Wickertsheim vom Freundeskreis Flüchtlinge Lahr ist auf Maysa Jah aufmerksam geworden. Das war im März. Damals hatte der Mann aus Gambia bei der Kreisputzete mitgeholfen. Dabei traf er auf Wickertsheim und sagte einen Satz in bestem Deutsch: „Mein Beruf ist Tischler.“

Viel mehr konnte er in der für ihn fremden Sprache nicht sagen. „Mein Interesse an ihm war geweckt“, erzählt der Helfer vom Freundeskreis, „spontan dachte ich, dass der Mann in einen Job zu vermitteln sein müsste.“


 Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Seniorinnen des Offenburger Awo-Seniorenzentrums  freuen sich über den Laubengang , den Maysa Jah aus dem Containerdorf auf dem Lahrer Flugplatz gebaut hat.


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