Aktuelle Situation

Die aktuelle Situation in der Stadt Lahr sieht im Frühjahr 2022 so aus: An drei  Standorten in der Geroldsecker Vorstadt und in Sulz gibt es Gemeinschaftsunterkünfte (GU). Derzeit leben dort rund 210 Geflüchtete – Tendenz wegen der höheren Flüchtlingszahlen steigend. Auch in Lahr sollen die Kapazitäten der vorläufigen Unterbringung deshalb ausgebaut werden. Die müssen nun nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und der Flucht der Menschen aus diesem Land weiter aufgestockt werden. Noch hat der Ortenaukreis den Kommunen allerdings keine Geflüchteten aus der Ukraine zugewiesen. Nach Schätzungen der zentralen Koordinierungsstelle der Stadt leben inzwischen rund 450 ukrainische Flüchtlinge in der Stadt.

Für das Jahr 2021 hatte die Stadt Lahr eine Aufnahmeverpflichtung von knapp 60 Personen in Anschlussunterbringungen. Für das Jahr 2022 liegt noch keine konkrete Zahl vor, kann sich aber in Richtung 80 bewegen. Hierfür wird auch privat vermieteter Wohnraum gesucht. Zählt man die in Lahr lebenden Geflüchteten in vor allem aus dem arabischen Raum und aus Afrika zusammen, beträgt die Zahl 1224 (Stand Ende Februar 2022). Zählt man noch jene hinzu, die eine eigene Wohnung gefunden haben, kommt man auf 1750.

Die Unterbringung von Flüchtlingen hatte mit einem Wohnheim in der Geroldsecker Vorstadt angefangen, heute gibt es dort drei Häuser, zwei in der Geroldsecker Vorstadt, eines in der Willy-Brandt-Straße.

Im Herbst 2015 kamen angesichts der dramatisch steigenden Flüchtlingszahlen Schlag auf Schlag weitere Unterkünfte hinzu. Übergangsweise hatte das Landratsamt sogar zwei kreiseigene Turnhallen mit Flüchtlingen belegt, die Halle beim Integrierten Beruflichen Gymnasium und die Ortenauhalle.

Aktuelle Sitation
Im Containerdorf des Landkreises auf dem Flugplatz hatten bis Ende September 2018 bis zu 339 Asylbewerber eine Unterkunft gefunden. Heute wird es als Anschlussunterbringung der Stadt genutzt. – Foto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Menschen in Containern

Dann wurden ersatzweise zwei Container-Heime in der Tramplerstraße und im Mauerweg geschaffen sowie das große Container-Dorf auf dem Flugplatz. Die Unterkunft im Mauerweg ist im September 2016 aufgegeben worden.

Kleinere Standorte sind der ehemalige katholische Kindergarten in Sulz in der Kähnermatt und die Marie-Juchacz-Straße. Dieser Standort ist Ende März 2017 aufgegeben worden. Ein weiterer Container-Standort in der Tramplerstraße wird seit August 2017 nicht mehr bewohnt. Das Container-Dorf auf dem Flugplatz ist im September 2018 geschlossen worden. Ein Teil der Container wurde inzwischen von der Stadt Lahr erworben und in eine Anschlussunterbringung umgewandelt. Seit dem Jahr 2019 sind dort rund 50 Personen untergebracht.


Über die Situation im Containerdorf auf dem Flugplatz hat die Lahrer Zeitung Anfang Februar 2018 berichtet.

Weitere Informationen zum Thema Anschlussunterbringung gibt es hier.