Der Freundeskreis landet beim Lahrer Stadtgulden auf dem dritten Platz

Die Ergebnisse der Abstimmung über den Lahrer Stadtgulden 2020/21 liegen vor: Von den 33 Projektideen, die zur Auswahl standen, werden zwölf im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt gefördert, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Lahr. Mit dabei ist auch der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr mit seinem Projekt Brückenschlag – Geflüchtete nicht sich selbst überlassen. Hierfür bekommt er von der Stadt Lahr 5000 Euro.

Die ausgewählten Projekte erhalten jeweils bis zu 10 000 Euro und werden, sofern möglich, alle direkt im kommenden Jahr umgesetzt. Der Freundeskreis hat allerdings das ehrgeizige Ziel, sobald wie möglich mit seinem Projekt zu beginnen. Alle Projekte sollen dafür sorgen, dass das Leben in Lahr noch vielfältiger und attraktiver wird. Das Gesamtbudget betrug in diesem Jahr 109 700 Euro. Die nicht verteilten Mittel in Höhe von 1800 Euro werden dem Stadtgulden für das folgende Jahr zugerechnet.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Vertreterinnen und Vertreter der erfolgreichen Projekte reihen sich zur Siegerehrung auf; in der hinteren Reihe, Dritter von links, vertritt Günter Endres den Freundeskreis.


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Projekt Brückenschlag bewirbt sich um den Lahrer Stadtgulden

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr (FFL) bewirbt sich bei der Bürgerbeteiligung Stadtgulden mit seinem Projekt Brückenschlag. Er erhofft sich, bei der Abstimmung am 16. Oktober 2021 über die insgesamt 33 eingereichten Vorschläge berücksichtigt zu werden. Das würde bedeuten, dass der Freundeskreis die für sein Vorhaben benötigten 5000 Euro bekommen würde. Bei diesem Projekt geht es darum, die Geflüchteten in der Anschlussunterkunft auf dem Flugplatz nicht sich selbst zu überlassen.

Evelyne Bayer hatte die Idee dazu und leitet das Projekt auch – in Zusammenarbeit mit dem Integrationsmanager Andri Peter. Im Interview mit dem Autorenteam der FFL-Website beantwortet Evelyne Bayer alle wichtigen Fragen rund um das Projekt. Sie erläutert unter anderem die Ziele des Projekts und wofür das Geld aus dem Stadtgulden verwendet werden soll.


Titelfoto: pixabay.de

Bekommt das Projekt Brückenschlag die Zustimmung der Lahrer Bürgerinnen und Bürger, soll es damit schon am 2. November losgehen.


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„Die Ombudsperson ist eine der Möglichkeiten“

Dem Vorschlag einer Ombudsperson, die bei unsinnigen Abschiebungen von Geflüchteten eingreift, stehe er wohlwollend gegenüber, sagte Johannes Fechner, SPD-Bundestagsabgeordneter, Mitgliedern des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr beim seinem persönlichen Besuch im Haus des Interkulturellen Gartens auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau.

Der Freundeskreis hatte sich an Bundestagskandidatinnen und -kandidaten im Wahlkreis Emmendingen-Lahr gewandt, um für seine Idee einer Ombudsperson zu werben. Darauf hatte nicht nur Fechner reagiert, sondern auch die Kandidatin der Grünen, Heike Doro. Die Kandidaten von CDU und FDP haben bis jetzt nicht auf das Schreiben des Freundeskreises reagiert.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Johannes Fechner, der SPD-Bundestagskandidat und -Abgeordnete, ist auch in den Interkulturellen Garten gekommen, um die Arbeit des Freundeskreises Flüchtlinge kennenzulernen.


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„Wir brauchen eine Ombudsperson für Geflüchtete“

Man liest solche Geschichten immer wieder in der Zeitung: Geflüchtete, die sich gut in Deutschland integriert haben, die die Sprache fließend sprechen, eine Arbeit haben und brav ihre Steuern bezahlen, die Freunde gefunden haben und sich in Deutschland zu Hause fühlen, bekommen aus heiterem Himmel den Abschiebungsbescheid. Bei Flüchtlingshelfern löst das in der Regel eine maßlose Wut aus. Ihre engagierte Arbeit war für die Katz. Geflüchtete, die glaubten, in Deutschland gut aufgehoben zu sein und sich in dieses Land einbringen zu können, sind verzweifelt, wenn sie daran denken, was ihnen in ihrem Heimatland droht.

Das Schlimme daran: Es ist nicht immer Behördenwillkür, die zu einer solchen befremdlichen Situation führt. Oft geben das die Gesetze und Verordnungen her – bar jeglicher Vernunft. Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr setzt sich deshalb dafür ein, dass bei Geflüchteten, die sich gut in die Gesellschaft integriert haben, nicht nur die realitätsferne Rechtslage zum Tragen kommt, sondern der gesunde Menschenverstand. Seine Meinung: Es bedarf einer Ombudsperson, die darüber verfügt. Der Freundeskreis hat deshalb Bundestagskandidatinnen und -kandidaten angeschrieben, um sein Anliegen zu erläutern und um darum zu bitten, sich für eine solche Ombudsperson einzusetzen. Hier das Schreiben im Wortlaut:


Titelfoto: Tim Reckmann / pixelio.de

Wunsch des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr: Dass seine Idee mit der Ombudsperson aufgegriffen und für gut befunden wird.


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Reales Treffen nach neun Monaten Zwangspause

Sitzung des Plenums am ersten Montag im August 2021: Vieles ist anders als bei den monatlichen Sitzungen in den Monaten zuvor. Das Treffen der Ehrenamtlichen des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr findet nicht wie gewohnt im Gasthaus zum Zarko in der Schillerstraße statt, sondern im Gastraum des Interkulturellen Gartens im Kleingartenpark auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände – mit Blick auf die Moschee. Und es gibt diesmal keine Tagesordnung.

Der entscheidende Unterschied ist allerdings dieser: Nach zehn Monaten treffen sich die Flüchtlingshelferinnen und -helfer wieder einmal von Angesicht zu Angesicht, ganz real. Wegen der Corona-Pandemie ist das lange Zeit nicht möglich gewesen. Treffen des Sprecherteams und des Plenums hatten in dieser Zeit ersatzweise digital stattgefunden. Diese Form der Begegnung im Internet hatte wohl nicht allen Helfern behagt. Die Beteiligung daran war nicht sonderlich gut.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Treffen im Gastraum des Interkulturellen Gartens: Immer schön mit Maske und Abstand.


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