Hilfe vom Migrationsamt bei der Wohnungssuche

Eine preisgünstige Wohnung zu finden, kostet viel Zeit und Energie. Vor diesem Problem stehen auch viele Familien mit Fluchthintergrund und ihre deutschen Helfer und Helferinnen. Um diese Zielgruppe bei der Wohnungssuche zu unterstützen, hat das Integrationsmanagement des Landratsamts Ortenaukreis Ende des Jahres 2020 einen ersten Workshop im Kinzigtal angeboten.

Fünf Menschen mit Fluchthintergrund nahmen dieses Kursangebot wahr, das wegen Corona unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfand, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts. Im Laufe des Jahres 2021 soll es auch einen solchen Workshop in Lahr geben.


Foto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Geflüchteten wird im Workshop aufgezeigt, wie sie auf dem Wohnungsmarkt selbst aktiv werden können.


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Brückenschlag: Geflüchtete nicht sich selbst überlassen

Zielgruppe des neuen Projekts des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr unter dem Titel Brückenschlag sind die Geflüchteten in der Rainer-Haungs-Straße auf dem Lahrer Flugplatz. Sie leben dort in der Anschlussunterbringung der Stadt Lahr – in Containern. Bei dem Projekt geht es darum, die rund 80 Männer nicht sich selbst zu überlassen und ihnen Bildungsangebote zu machen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 5000 Euro.

Die Summe kann der Freundeskreis nicht alleine stemmen, deshalb bewirbt er sich damit bei der Initiative Stadtgulden der Stadt Lahr. Die Entscheidung, ob das Projekt Brückenschlag dabei Berücksichtigung findet, fällt erst im Oktober dieses Jahres. Bis dahin wollen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Freundeskreises kräftig die Werbetrommel rühren.


Foto: pixabay.de

Der Weg führt für die Geflüchteten auf dem Lahrer Flugplatz ins Ungewisse – trotz des Brückenschlags.


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Fünf Jahre Worlderers – Integration durch Musik

Ziel des Musikprojekts The Worlderers ist es, Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, in der Öffentlichkeit bei der einen oder anderen Veranstaltung die Musik ihrer Heimat zu präsentieren, dadurch ihr Selbstbewusstsein zu stärken und somit ihre Integration zu fördern. „Und eine Art von Deutschunterricht ist es auch“, sagt Bandleader Herbie Wickertsheim, der das Projekt vor nunmehr fünf Jahren ins Leben gerufen hat.

Zum größten Teil besteht die Gruppe aus musikalischen Quereinsteigern. Sie können auf Gitarre und Keyboard noch nicht alle Akkorde, sie haben nie zuvor Noten gelernt, das ist jetzt die Basisarbeit bei den Proben. „Aber wir haben viel Spaß dabei, das ist das Wichtigste“, sagt Wickertsheim.


Titelfoto: privat

The Worlderers: Das Foto entstand anlässlich des Rosenfests der evangelischen Kirchengemeinde in Seelbach.


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Heimfried Furrer zu Abschiebung: Bürokratie kann tödlich sein

Die gesetzliche Lage im Asylrecht und der Umgang von Behörden mit Geflüchteten steht wieder einmal im Mittelpunkt des Interesses. Heimfried Furrer nimmt sich dieses Themas an und berichtet über die schlimmen Erfahrungen eines Flüchtlingshelfers mit Bürokratie, angesichts derer Leserinnen und Leser dieser Website wahrscheinlich nur ungläubig den Kopf schütteln können.

Anlass für diese ganz persönliche Stellungnahme Furrers ist der Beitrag Ich bin bestürzt über diesen Abschiebungsbescheid vom 18. April 2021, den Viola de Galgóczy auf der Website des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr geschrieben hat. Die Lahrer Sängerin und und Autorin hatte sich darüber empört, dass ein Mann aus Äthiopien, der bei ihr lebt und sich in sieben Jahren in Deutschland voll integriert hat, einen Abschiebungsbescheid bekam. Daraufhin schrieb Heimfried Furrer, einer der Sprecher des Freundeskreises, diesen Beitrag als Reaktion darauf:


Titelfoto: Axel Hoffmann / pixelio.de

Geflüchtete haben auf ihrer Flucht viele Hindernisse überwunden, werden in Deutschland in die Obhut von Haupt- und Ehrenamtlichen genommen, integrieren sich – und werden dann abgeschoben.


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Viola de Galgóczy: Ich bin bestürzt über den Abschiebungsbescheid

Geschichten mit einem Happy-End zeichnen sich oft dadurch aus, dass man am Ende des Tunnels Licht sieht. Viola de Galgóczy erzählt eine Geschichte, die sich dadurch auszeichnet, dass am Ende des Tunnels kein Licht zu sehen ist. Und weil das, was sie erzählen will, auf der Website des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr erscheint, geht es natürlich um einen Geflüchteten, ganz konkret um einen jungen Mann, der in seinem Heimatland Äthiopien um Leib und Leben fürchten musste und der deshalb anonym bleiben will.

Der Mann, nennen wir ihn einfach M., war in jeder Hinsicht ein mustergültiger Flüchtling, mit Eigenschaften, die man üblicherweise – und unberechtigterweise – im Ausland den Deutschen zuschreibt. Kurzum: Er war deutscher als jeder Deutsche. Er hatte die besten Voraussetzungen, sich in diesem Land zu integrieren, mitgebracht und er hat sich innerhalb von sieben Jahren tatsächlich mustergültig in diese Gesellschaft eingelebt. Er lag niemandem auf der Tasche, hat sogar sein Scherflein zur Steigerung des Bruttosozialprodukts beigetragen. Und dann kam der Abschiebungsbescheid für den Familienvater. Viola de Galgóczy ist nur noch fassungslos:


Titelfoto: Tim Reckmann / pixelio.de

Ein Geflüchteter aus Äthiopien hat sich während seines siebenjährigen Aufenthalts in Deutschland mustergültig integriert, jetzt soll er abgeschoben werden.


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