„Diese Gebühren sind der reine Mietwucher“

„Diese Gebühren sind der reine Mietwucher“, sagt der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr zu der Erhöhung der Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete, die er für „absolut unangemessenen“ hält. In einem Brief hat er sich deshalb an die Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Lahr gewandt. Bei einem privatwirtschaftlichen Mietverhältnis läge ein Ausmaß an Mietwucher vor, das an Strafbarkeit grenze, schreiben die Sprecher des Freundeskreises an Marion Gentges, CDU, und Sandra Boser, Grüne.

Die Situation sei empörend: Jeder Flüchtling, der ein Nettoeinkommen von mehr als 917 Euro im Monat hat, soll nach der Neuregelung von Anfang des Jahres 386 Euro für die Unterbringung bezahlen. Bei mehrfacher Belegung eines Raumes falle entsprechend ein Mehrfaches an Gebühren an, schreibt der Freundeskreis an die Abgeordneten. Das bedeute, dass bei einer Doppelbelegung in einem der nach wie vor vorhandenen Container 772 Euro für etwas mehr als elf Quadratmeter Wohnfläche entrichtet werden müssen, rechnet der Freundeskreis vor.


Titelfoto: andi-h / pixelio.de

Post bekommen die beiden Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Lahr vom Freundeskreis Flüchtlinge Lahr.


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„Ich bin überzeugt: Ahmed wird seinen Weg in Deutschland machen“

„Ich bin überzeugt: Ahmed wird seinen Weg in Deutschland machen“. Das sagt Heimfried Furrer, einer der Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Der Freundeskreis hatte im November um Erfahrungsberichte von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gebeten. Er hatte alle Helfer, Paten, Betreuer, oder wie sie sich selbst gerne nennen mögen, aufgerufen, über ihre Schützlinge und die Erfahrungen mit ihnen zu berichten.

Dabei war vor allem die Art der Unterstützung von Interesse, die Schwierigkeiten dabei, aber auch die – noch so kleinen – Erfolge bei der Arbeit mit geflüchteten Menschen aus aller Welt. Und natürlich geht es bei diesen Berichten auch um die Frage, in welcher Weise die Einheimischen selbst im Umgang mit Menschen aus fremden Kulturen profitiert haben. Heute berichtet Heimfried Furrer über einen jungen Syrer und seine Familie. Den Mann, der aus Sicherheitsgründen unerkannt bleiben will, nennt er Ahmed.


Titelfoto: Petra Bork / pixelio.de

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr berichten über ihre Arbeit mit ihren Schützlingen.


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Die Ausstellung nimmt konkretere Gestalt an

Das Projekt einer Ausstellung über Geflüchtete in Lahr, das vom Freundeskreis Flüchtlinge angestoßen worden ist, nimmt immer konkretere Gestalt an. Als Sonderausstellung ist es inzwischen im Jahresprogramm 2019 des Stadtmuseums aufgenommen worden. Titel der Ausstellung: „Un-Bekannte Mitbürger. Leben und Alltag von Geflüchteten in Lahr“. Ende September wird sie eröffnet.

Vor dem nächsten Treffen der Arbeitsgruppe des Freundeskreises mit den Verantwortlichen des Stadtmuseums, der Leiterin Gabriele Bohnert und Silke Höllmüller, zuständig für Museumspädagogik, gilt es, noch etliche Punkte des umfangreichen „Drehbuchs“ abzuarbeiten. Dieses siebenseitige Drehbuch enthält detaillierte Beschreibungen der verschiedenen Stationen des Rundgangs durch die Ausstellung und wurde von der Museumspädagogin als Ergebnis der bisherigen Besprechungen erstellt.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Auf ein gutes Gelingen der Ausstellung: Mitglieder der multikulturellen Projektgruppe des Freundeskreises stoßen bei einem ihrer harten, nächtlichen Arbeitstreffen an.


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Eine Lösung im Kreistag oder vor Gericht

Eine Lösung im Kreistag oder vor Gericht: Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr will sich gegen die Erhöhung von Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften zur Wehr setzen, politisch oder juristisch. Worum geht es? Einzelpersonen, die mehr als 917 Euro netto im Monat verdienen, müssen vom Jahr 2019 an 386 Euro statt bisher 245 Euro im Monat zahlen. Der Freundeskreis bezeichnet das als Wucher.

In der Januar-Sitzung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hat sich eine große Mehrheit der etwa 30 Anwesenden dafür ausgesprochen, auf politischer Ebene aktiv zu werden. Dorothee Granderath stellte in der Sitzung zudem einen Antrag der Fraktion der Grünen im Kreistag in Aussicht, mit dem Ziel, die Gebühren für die Unterbringung von Einzelpersonen im Rahmen zu halten. Der Antrag wurde inzwischen auf den Weg gebracht. Des weiteren, so das Resultat der Sitzung, wolle man sich mit der Flüchtlingshilfe Rebland aus Offenburg zusammentun, die sich auf eine juristische Auseinandersetzung vorbereitet.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Erhöhung von Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften: Der Freundeskreis spricht von Wucher.


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Verdienstmedaille der Stadt für Günter Endres

Die Stadt zeichnet Günter Endres mit der Verdienstmedaille aus. Endres, einer der Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, bekommt sie am Donnerstag, 31. Januar, 18.30 Uhr, im Pflugsaal  überreicht. Gewürdigt wird damit sein langjähriges Engagement für Migranten. Wie es der Zufall es so will, feiert er am gleichen Tag seinen 75. Geburtstag.

Günter Endres widme sich aus einer inneren Verpflichtung heraus der Integrationsarbeit, hat die Stadt vorab in einer kurzen Würdigung geschrieben. Er setze sich bis heute mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein für seine ausländischen Mitbürger und für ein friedliches Zusammenleben ein. Er unterstütze Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen, sich im öffentlichen und kulturellen Leben von Lahr zu beteiligen und leiste als Orientierungshilfe für geflüchtete Menschen eine herausragende Integrationsarbeit.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Das Engagement von Günter Endres wird jetzt von der Stadt mit einer Auszeichnung gewürdigt.


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