Schreibwerkstatt mit dem Dichter José F. A. Oliver

Mit einem Literaturprojekt geht der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr neue Wege. Er bietet Geflüchteten eine Schreib- und Erzählwerkstatt mit dem bekannten Schriftsteller José F. A. Oliver an. Diese großartige Idee, die neue Sprachräume abseits der Alltagssprache eröffnet, entstand aus der Bekanntschaft von Lisbeth Siegwart, einer Ehrenamtlichen des Freundeskreises, mit dem Hausacher Dichter. Der Workshop findet samstags, am 10. und 17. Dezember, jeweils von 14 bis 17 Uhr, in der Lahrer Mediathek statt.

Oliver, der Initiator – unter anderem – des Hausacher Literaturfestivals „LeseLenz“ hat bereits in Deutschland – auch in Lahr – sowie in Spanien literarische Workshops veranstaltet. Einen solchen in Lahr für Migranten zu organisieren, war ein Vorschlag, der in der Vollversammlung des Freundeskreises zündete. Auch der Dichter selbst war von der Idee angetan und sagte zu. Und obwohl er, kurz nach der entsprechenden Vereinbarung, zum Präsidenten von PEN Deutschland, der Schriftstellervereinigung, gewählt worden war und nun vielen neuen Verpflichtungen nachkommen muss, hielt er seine Zusage aufrecht.


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In der Schreibwerkstatt sollen Geflüchtete neue Erfahrungen mit der deutschen Sprache machen können.


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Die Worlderers machen seit sechs Jahren Musik

Die Flüchtlingsband The Worlderers hat im Jahr 2022 – nach der Corona-Phase – wieder eine ganze Reihe von Auftritten gehabt und dabei viele neue Fans gefunden. Im zu Ende gehenden Jahr sind die Musikerinnen und Musiker – die meisten von ihnen mit Migrationshintergrund – noch einmal bei zwei Konzerten zu hören – in Seelbach und Lahr.

Seit nunmehr sechs Jahren gibt es jetzt die Band The Worlderers. Die Gruppe besteht aus Flüchtlingen aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Iran, Gambia, auch aus den Philippinen und dieses Jahr sind – bedingt durch den russischen Angriffskrieg – drei junge Musikerinnen aus der Ukraine dem Ruf des Bandleaders Herbie Wickertsheimers gefolgt und in seine Flüchtlingsband eingetreten.


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Die Worlderers in aktueller Besetzung: 13 Jugendliche und Erwachsene gehören der Flüchtlingsband an.


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Das Café international zieht in die Stadt um

Das Café international des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr zieht um. Von Freitag, 4. November an, öffnet es, wie gewohnt um 15.30 Uhr, aber an einem neuen Ort, im Haus an der Stiftskirche der evangelischen Kreuzgemeinde, Doler Platz 7. Zu diesem Treffpunkt sind wie immer Einheimische und Migranten eingeladen.

Nach der Corona-Phase ist das Café am 1. April 2022 im interkulturellen Garten auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände wieder eröffnet worden und fand seither an 31 Öffnungstagen an jedem Freitagnachmittag statt. Schon nach wenigen Wochen zeigte sich, das der neue Standort im Lahrer Westen, abseits der Innenstadt, einen großen Zuspruch findet. Während die Zahl der Gäste anfangs zwischen 25 und 65 schwankte, pendelte sich deren Zahl zuletzt auf durchschnittlich 40 ein.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Zum Abschied aus dem interkulturellen Garten stimmen die Besucherinnen und Besucher das Café-Lied an, das Anekdoten aus den vergangenen sieben Monaten zum Inhalt hat.


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„Migranten einbürgern dauert viel zu lange“

Die Verfahren zur Einbürgerung von Geflüchteten, also zur Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit, dauern viel zu lange. Das weiß der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr aus seiner Erfahrung mit Geflüchteten. Günter Endres vom Sprecherteam hat deshalb in einem Schreiben an Kreisrätinnen, Kreisräte und den Landrat darum gebeten, darauf hinzuwirken, dass sich das ändert.

In seinem Antwortschreiben ist sich Landrat Frank Scherer mit Günter Endres einig, dass die Situation nicht befriedigend ist, sich aber auf die Schnelle nicht ändern lasse. „Aktuell haben wir eine Rekordzahl von Einbürgerungsanträgen zu bearbeiten“, schreibt Scherer. Denn viele Migranten, die 2015 und 2016 in die Ortenau gekommen seien, könnten nun die notwendigen Aufenthaltszeiten und Integrationsleistungen für eine Einbürgerung vorweisen.


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Wer sein Herz für Deutschland entdeckt und sich integriert hat sowie die Sprache beherrscht, ist auf dem besten Weg, eingebürgert zu werden.


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Rund 190 Flüchtlinge können sich über ein Fahrrad freuen

Mitte September 2022 ist das Fahrrad-Projekt des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr zu Ende gegangen. Begonnen hatte es Anfang Mai mit den Planungen. Es ging dabei darum, die Voraussetzungen zu schaffen, um ein solches Projekt überhaupt verwirklichen zu können. Benötigt wurde eine Möglichkeit, um die gebrauchten Fahrräder der Spenderinnen und Spenden lagern zu können. Dann war ein Raum erforderlich, in dem die Fahrräder überprüft und wieder fahrtüchtig gemacht werden konnten. Es bedurfte aber auch der Menschen, die bereit waren, sich an dieser Aktion zu beteiligen.

Und da kam das Café international im interkulturellen Garten ins Spiel. Es wurde unter anderem auch von türkischen Flüchtlingen besucht, die händeringend nach einer ehrenamtlichen Aufgabe suchten. Als zwei von ihnen signalisierten, dass die Reparatur von Fahrrädern ihr Hobby sei, konnte es mit dem Projekt losgehen. Anfang Juni wurde die Öffentlichkeit in der Lokalpresse und in sozialen Medien erstmals dazu aufgerufen, gebrauchte, aber gut erhaltene Fahrräder zu spenden. Die Resonanz war überwältigend. Das Ziel, Geflüchtete und Migranten günstig mit einem fahrbaren Untersatz zu versorgen, konnte in Angriff genommen werden.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Um Fahrräder hat sich das Projekt des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr fast vier Monate lang gedreht.


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