Archiv der Kategorie: Mitteilung des Freundeskreises

Corona bremst das Café international aus

„Seit Jahren ist das internationale Café eine der wichtigsten Veranstaltungen für Flüchtlinge in Lahr“, hat Heimfried Furrer, einer der Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr einmal gesagt. Und weiter: „Café international, das ist die Anlaufstelle für neu Angekommene, gesellschaftlicher Treffpunkt, Ort der Begegnung zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen, es ist darüber hinaus auch der Ort, wo Erfahrungen ausgetauscht werden, wo man Rat und Tipps bekommt, wo Adressen vermittelt werden.“

Die Corona-Pandemie hat dieses wichtige Projekt ausgebremst, wie so vieles. Im Sommer, als die Inzidenz niedrig war, wurde vermehrt der Wunsch geäußert, das Café wiederzubeleben. Eine Arbeitsgruppe erstellte für dieses Vorhaben ein Konzept, das einen neuen Standort vorsah für die Begegnung. Dazu sollte es jeweils einen kleinen Programmpunkt geben. Das Getränke- und Speiseangebot sollte niederschwellig sein. Alles war geregelt für den Neustart. Dann aber, als es schließlich losgehen konnte, lag die Inzidenz so hoch wie noch nie während der Pandemie. Wann das Café nun öffnen kann, ist derzeit unklar.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Das Blockhaus im interkulturellen Garten soll die neue Heimstatt für das Café international des Freundeskreises werden.


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Gemeinsam gärtnern und zusammen wachsen

Der interkulturelle Garten auf dem Landesgartenschaugelände, in unmittelbarer Nähe der Moschee, ist im Jahr 2021 in den Blickwinkel des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr gerückt. Im August hat das Plenum des Freundeskreises zum ersten Mal in dem Jahr wieder von Angesicht zu Angesicht getagt – im Blockhaus der Gartenanlage. Zuvor hatte es nur Online-Versammlungen gegeben – wegen der Corona-Pandemie. Einen Monat später war der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner zu Gast bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – ebenfalls im interkulturellen Garten.

Weil das Café international wiederbelebt werden soll und die früheren Standorte des Multikulti-Treffs nicht mehr zur Verfügung stehen, wurde schnell klar: Die Gartenanlage im Lahrer Westen soll zum neuen Standort werden. Was genau ist dieser interkulturelle Garten? Was passiert dort eigentlich? Wer sind die Verantwortlichen dieser Einrichtung? Viele offene Fragen für die Helfer im Freundeskreis. Waltraud Stark und Cosima Lipps können die Fragen gut beantworten. Die beiden sind nicht nur beim Freundeskreis engagiert, sondern auch im interkulturellen Garten. Sie haben folgenden Artikel über die Einrichtung geschrieben:


Titelfoto: Stadt Lahr

Der interkulturelle Garten – ein Foto aus dem Jahr der Landesgartenschau, 2018, als noch alles neu und frisch war.


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Der Freundeskreis landet beim Lahrer Stadtgulden auf dem dritten Platz

Die Ergebnisse der Abstimmung über den Lahrer Stadtgulden 2020/21 liegen vor: Von den 33 Projektideen, die zur Auswahl standen, werden zwölf im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt gefördert, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Lahr. Mit dabei ist auch der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr mit seinem Projekt Brückenschlag – Geflüchtete nicht sich selbst überlassen. Hierfür bekommt er von der Stadt Lahr 5000 Euro.

Die ausgewählten Projekte erhalten jeweils bis zu 10 000 Euro und werden, sofern möglich, alle direkt im kommenden Jahr umgesetzt. Der Freundeskreis hat allerdings das ehrgeizige Ziel, sobald wie möglich mit seinem Projekt zu beginnen. Alle Projekte sollen dafür sorgen, dass das Leben in Lahr noch vielfältiger und attraktiver wird. Das Gesamtbudget betrug in diesem Jahr 109 700 Euro. Die nicht verteilten Mittel in Höhe von 1800 Euro werden dem Stadtgulden für das folgende Jahr zugerechnet.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Vertreterinnen und Vertreter der erfolgreichen Projekte reihen sich zur Siegerehrung auf; in der hinteren Reihe, Dritter von links, vertritt Günter Endres den Freundeskreis.


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„Die Ombudsperson ist eine der Möglichkeiten“

Dem Vorschlag einer Ombudsperson, die bei unsinnigen Abschiebungen von Geflüchteten eingreift, stehe er wohlwollend gegenüber, sagte Johannes Fechner, SPD-Bundestagsabgeordneter, Mitgliedern des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr beim seinem persönlichen Besuch im Haus des Interkulturellen Gartens auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau.

Der Freundeskreis hatte sich an Bundestagskandidatinnen und -kandidaten im Wahlkreis Emmendingen-Lahr gewandt, um für seine Idee einer Ombudsperson zu werben. Darauf hatte nicht nur Fechner reagiert, sondern auch die Kandidatin der Grünen, Heike Doro. Die Kandidaten von CDU und FDP haben bis jetzt nicht auf das Schreiben des Freundeskreises reagiert.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Johannes Fechner, der SPD-Bundestagskandidat und -Abgeordnete, ist auch in den Interkulturellen Garten gekommen, um die Arbeit des Freundeskreises Flüchtlinge kennenzulernen.


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„Wir brauchen eine Ombudsperson für Geflüchtete“

Man liest solche Geschichten immer wieder in der Zeitung: Geflüchtete, die sich gut in Deutschland integriert haben, die die Sprache fließend sprechen, eine Arbeit haben und brav ihre Steuern bezahlen, die Freunde gefunden haben und sich in Deutschland zu Hause fühlen, bekommen aus heiterem Himmel den Abschiebungsbescheid. Bei Flüchtlingshelfern löst das in der Regel eine maßlose Wut aus. Ihre engagierte Arbeit war für die Katz. Geflüchtete, die glaubten, in Deutschland gut aufgehoben zu sein und sich in dieses Land einbringen zu können, sind verzweifelt, wenn sie daran denken, was ihnen in ihrem Heimatland droht.

Das Schlimme daran: Es ist nicht immer Behördenwillkür, die zu einer solchen befremdlichen Situation führt. Oft geben das die Gesetze und Verordnungen her – bar jeglicher Vernunft. Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr setzt sich deshalb dafür ein, dass bei Geflüchteten, die sich gut in die Gesellschaft integriert haben, nicht nur die realitätsferne Rechtslage zum Tragen kommt, sondern der gesunde Menschenverstand. Seine Meinung: Es bedarf einer Ombudsperson, die darüber verfügt. Der Freundeskreis hat deshalb Bundestagskandidatinnen und -kandidaten angeschrieben, um sein Anliegen zu erläutern und um darum zu bitten, sich für eine solche Ombudsperson einzusetzen. Hier das Schreiben im Wortlaut:


Titelfoto: Tim Reckmann / pixelio.de

Wunsch des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr: Dass seine Idee mit der Ombudsperson aufgegriffen und für gut befunden wird.


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