Archiv der Kategorie: Geflüchtete berichten

„Die kurdische Kultur in Afrin soll ausgelöscht werden“

Der erste Themenabend des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr mit der jungen Kurdin Mirav aus Syrien ist ein Erfolg gewesen: Es waren 19 Frauen und Männer anwesend, darunter ein paar neue und auch drei Geflüchtete. Mirav sprach über die prekäre Lage der Kurden in Afrin, im Norden Syriens. Anschließend wurden der Referentin viele Fragen gestellt und es wurde sehr lebhaft diskutiert. „Ein sehr guter Start unserer neuen Reihe“, sagte Heimfried Furrer dazu, einer der Sprecher des Freundeskreises.

Bei ihrem Vortrag hatte Mirav gebannte Zuhörerinnen und Zuhörer: „Guten Abend, ich bin Mirav aus dem syrischen Kurdistan, aus der besetzten Stadt Afrin. Ich freue mich, heute bei Euch zu sein, um über meine Stadt Afrin vor und nach dem Krieg zu sprechen.


Titelfoto: privat

Ein alter Mann trauert in Trümmern – Folge des Krieges.


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Thema Krieg und Flucht am Volkstrauertag

Thema Krieg und Flucht am Volkstrauertag: Sich an Menschen zu erinnern, die vor vielen Jahrzehnten Opfer von Gewalt geworden sind, ist ein Gedenken aus der Distanz. Menschen sprechen zu hören, die den Krieg am Rande Europas am eigenen Leib miterlebt haben und deshalb nach Deutschland, nach Lahr, geflohen sind, ist etwas, was uns alle akut betrifft und berührt. Drei junge Frauen aus Syrien haben bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Sonntag, 17. November 2019, im Lahrer Pflugsaal über Krieg und Flucht berichtet. „So einen emotionalen Gedenktag hatten wir noch nie“, betonte denn auch Stadthistoriker Thorsten Mietzner.

„Die Veranstaltung war mehr als beeindruckend“, sagte Heimfried Furrer, einer der Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Und: „Die Reihenfolge der Vorträge erwies sich als gelungen: Hadeels Powerpoint-Präsentation mit Bildern ihrer Familie und deren Flucht bereitete auf das vor, was dann in Miravs Rede – ohne Bilder und nur mit einer kurzen Filmsequenz mit von Kerzen beleuchteten Gräbern getöteter Kurden – in der nüchternen Schilderung der Brutalität des erlebten Krieges den Zuhörern den Atem nahm. Und Nirov ergänzte das mit dem Bericht über ihre eigenen Erfahrungen und am Ende mit einem politischen Statement zum Verbrechen der Türken an den Kurden. Sie zeigte viele Bilder, die im Hintergrund abliefen, von Menschen auf der Flucht mit Gesichtern voller Angst, Erschöpfung und Verzweiflung. Und sie sang, begleitet von ihrem Mann Mesud auf der Saz, ein Lied über ihre Heimat.

Als sehr einfühlsam und empathisch habe er die Rede des neuen Oberbürgermeisters Markus Ibert empfunden. Furrers Fazit: „Ich hätte mir die Veranstaltung nicht gelungener vorstellen können. Hinterher habe ich von vielen Leuten mitgeteilt bekommen, wie beeindruckend sie das Gehörte fanden.“ Was Hadil, Mirav und Nirov mit ihrem Mann Mesud  in der Feierstunde geboten haben, habe die Teilnehmer sehr bewegt, so hat es auch Günter Endres empfunden, ebenfalls Sprecher des Freundeskreises.
„Es war eine emotionale Feierstunde, die letztlich auch für den Freundeskreis – ungeplant zwar – eine gute Sache war.“


Titelfoto: Bernd Kasper / pixelio.de

Für die Besucherinnen und Besucher war die Gedenkveranstaltung so emotional wie noch nie.


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Die Leiden einer jungen Kurdin aus Afrin

Dieser Text handelt von den Leiden einer jungen Kurdin aus Afrin. Sie ist in Sicherheit in Deutschland, in Lahr. Aber sie kommt nicht zur Ruhe. Das liegt an der türkischen Invasion ins syrische Kurdengebiet. Die junge kurdische Frau, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland Syrien geflohen ist und nicht namentlich genannt werden will, hat in dem umkämpften Gebiet Familienangehörige, die in Lebensgefahr sind. Auf der Website des Freundeskreises beschreibt sie ihre Gefühle.

„Ich schreibe dies auf, weil mir sonst vor Kummer und Leiden das Herz zerspringt. Auch sollen meine Kinder dies später lesen und erfahren, was ich ihnen jetzt, so gut es geht, ersparen will zu hören. Und auch die Deutschen sollen mein Leiden miterleben, gerade die.


Titelfoto: Peter Smola / pixelio.de

Was macht der Krieg in Nordsyrien mit Geflüchteten in Deutschland, in Lahr? Eine junge Kurdin berichtet.


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