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Schlagabtausch mit dem Landrat wegen WLAN

Flüchtlingshelferinnen und -helfer in der Ortenau fordern freies WLAN für Geflüchtete in den Übergangsunterkünften des Landkreises. In einem Schreiben an Landrat Frank Scherer vom 20. Februar 2021 – initiiert von Gabriella Balassa, Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration – hatten zwölf Helferkreise dieses Anliegen unterstützt, darunter auch der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr. Gleichzeitig sind Kreisrätinnen und -räte von Helfern persönlich über diese Initiative informiert worden. Der Aufruf der Helferkreise ist auch von den Lokalzeitungen in der Ortenau veröffentlicht worden.

Der Landrat hat das Ansinnen der Helferkreise mit Schreiben vom 25. Februar 2021 abgelehnt. Seine Begründung: Eine Gewährung von freiem WLAN in den Einrichtungen der vorläufigen Unterbringung sei nicht zulässig. Er begründet das damit, dass in den Regelsätzen für Geflüchtete Leistungen für Telefon und Internet enthalten seien. Zudem habe das Land Baden-Württemberg die Erstattung von Aufwendungen für WLAN abgelehnt. Dieser Argumentation sind die Helferkreise in einem Schreiben an den Landrat vom 15. März 2021 entgegen getreten. Auf vier Seiten und in sechs Punkten legen sie ihre Sicht der Dinge im Detail dar.


Titelfoto: pixabay.de

Flüchtlingshelferinnen und -helfer wollen freies WLAN in den Übergangsunterkünften, der Landrat ist dagegen.


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Eine risikoreiche Hilfsaktion endet mit einem großen Erfolg

Am Ende ist alles gut gegangen. Die 14-jährige Kurdin Alia ist erfolgreich an den Augen operiert worden. Eines ihrer Augen war bei einem Bombenangriff irreparabel verletzt worden, das andere drohte seine Sehkraft zu verlieren. Nur eine Operation konnte ihr Augenlicht retten. Der Eingriff von vier Fachärzten in Aleppo war in jeder Hinsicht ein Kraftakt. In Lahr gab es viele Unwägbarkeiten, im kriegsgeschüttelten Syren ungleich mehr.

Allen voran hat sich Mirav Sido dafür engagiert, dass die junge Alia wieder Hoffnung haben kann. Die nach Deutschland geflohene Kurdin ist eine der Sprecherinnen des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr und engagiert sich für andere Geflüchtete. Sie ist die Initiatorin der Spendenaktion. Dabei unterstützt wurde sie von Heimfried Furrer, ebenfalls ein Sprecher des Freundeskreises und von Klaus Schweizer, der im Freundeskreis für die Öffentlichkeirarbeit zuständig ist. Heimfried Furrer hat die Aktion protokolliert. Dabei geht es ihm nicht nur um die nackten Fakten, sondern auch um die Emotionen all der Menschen, die bei der Aktion involviert waren:


Titelfoto: Michael Bührke / pixelio.de

Mirav Sido vom Freundeskreis Flüchtlinge Lahr hat für die 14-jährige Alia eine Operation organisiert.


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Die Vertretung der Migranten in der Stadt

Der Interkulturelle Beirat der Stadt Lahr hat zuletzt am Donnerstag, 26. November, in der Mehrzweckhalle im Bürgerpark getagt. Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus im Mai 2021 sollten Ideen gesammelt werden. Außerdem ging es um die Steigerung der Wahlbeteiligung und politischen Mitwirkung von Migrantinnen und Migranten – auch mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahlen in diesem Jahr. Denn der Beirat ist die Interessenvertretung der Migranten in der Stadt.

Günter Endres vom Freundeskreis Flüchtlinge Lahr war von Anfang an dabei, als es um das Leitbild für das Miteinanderleben in Lahr und die Gründung des Interkulturellen Beirats ging. Endres erzählt in diesem Beitrag von den Anfängen und gibt eine Einschätzung über die Arbeit des Gremiums heute. Die Stadt hat Günter Endres im Januar 2019 mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit sein langjähriges Engagement für Migranten.


Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Bunt zusammengewürfelt ist der Interkulturelle Beirat, der mehr als 30 Mitglieder zählt.


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Helfer fordern WLAN in den Unterkünften

In einer dringenden Aufforderung zum Handeln appellieren die Helferkreise für Geflüchtete an den Ortenaukreis. Sie sehen im Ausschluss der Bewohner in den Flüchtlingsunterkünften von der Teilhabe an Bildung und Wahrnehmung ihrer Rechte einen widerrechtlichen Zustand, weil ohne Zugang zum Internet in der Zeit des Lockdowns die Kinder nicht am digitalen Unterricht teilnehmen können, den Erwachsenen sowohl der Kontakt zu Anwälten und Helfern als auch soziale Beziehungen erschwert oder sogar unmöglich gemacht werden.

In der monatlichen digitalen Konferenz der ehrenamtlichen Helfergruppen im Ortenaukreis wurde die fehlende Internetverbindung in den Unterkünften als eines der brennenden Probleme der Flüchtlingspolitik im Kreis angesehen. Die Vertreter der Gruppen verabschiedeten einstimmig einen schriftlichen Appell an den Kreis, dem rechtswidrigen Zustand abzuhelfen. Das ist ihren Recherchen nach mit relativ geringen Mitteln zu erreichen, weil sowohl die Hardware als auch die laufenden Kosten für die WLAN-Verbindung sich in Grenzen halten.


Titelfoto: Gerd Altmann / pixabay.de

WLAN ist entscheidend für die Integration in Deutschland, verbindet die Geflüchteten aber auch mit ihren Familienangehörigen in der ganzen Welt.


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Die junge Alia ist in Aleppo erfolgreich an den Augen operiert worden

Die 14-jährige Alia, Kurdin im Flüchtlingslager Al Shahbah, ist am Mittwoch, 17. Februar, erfolgreich operiert worden. Das teilte ihr Vater dem Freundeskreis Flüchtlinge Lahr telefonisch mit. Alia und ihre Familie sind überglücklich. Und den Organisatoren der Spendenaktion vom Freundeskreis sind große Steine vom Herzen gefallen: Schwer wog doch die Last der Verantwortung gegenüber den Spenderinnen und Spendern aus Lahr und Umgebung angesichts der großen Geldsumme, die gespendet wurde. Von den gut 15 000 Euro, die an Spenden eingingen, wurden 12 000 Euro für Alias Operation benötigt.

Zur Erinnerung: Alia wurde bei einem türkischen Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Afrin schwer verletzt. Ein Auge wurde völlig zerstört, das andere verletzt, Metallsplitter steckten in den Knochen und dem Fleisch der Augenumgebung, der Sehnerv war beschädigt. Um zu verhindern, dass die verbleibende Sehkraft des verletzten Auges ebenfalls noch verloren ging, war eine Operation dringend nötig.


Titelfoto: Esther Stosch / pixelio.de

Daumen nach oben: Erfolg auf der ganzen Linie. Beim Freundeskreis herrscht Freude, denn er hat das notwendige Geld zusammen gebracht und die Operation ist erfolgreich verlaufen.


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