„Migranten einbürgern dauert viel zu lange“

Die Verfahren zur Einbürgerung von Geflüchteten, also zur Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit, dauern viel zu lange. Das weiß der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr aus seiner Erfahrung mit Geflüchteten. Günter Endres vom Sprecherteam hat deshalb in einem Schreiben an Kreisrätinnen, Kreisräte und den Landrat darum gebeten, darauf hinzuwirken, dass sich das ändert.

In seinem Antwortschreiben ist sich Landrat Frank Scherer mit Günter Endres einig, dass die Situation nicht befriedigend ist, sich aber auf die Schnelle nicht ändern lasse. „Aktuell haben wir eine Rekordzahl von Einbürgerungsanträgen zu bearbeiten“, schreibt Scherer. Denn viele Migranten, die 2015 und 2016 in die Ortenau gekommen seien, könnten nun die notwendigen Aufenthaltszeiten und Integrationsleistungen für eine Einbürgerung vorweisen.


Titelfoto: pixabay.de

Wer sein Herz für Deutschland entdeckt und sich integriert hat sowie die Sprache beherrscht, ist auf dem besten Weg, eingebürgert zu werden.


„Migranten einbürgern dauert viel zu lange“ weiterlesen

Rund 190 Flüchtlinge können sich über ein Fahrrad freuen

Mitte September 2022 ist das Fahrrad-Projekt des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr zu Ende gegangen. Begonnen hatte es Anfang Mai mit den Planungen. Es ging dabei darum, die Voraussetzungen zu schaffen, um ein solches Projekt überhaupt verwirklichen zu können. Benötigt wurde eine Möglichkeit, um die gebrauchten Fahrräder der Spenderinnen und Spenden lagern zu können. Dann war ein Raum erforderlich, in dem die Fahrräder überprüft und wieder fahrtüchtig gemacht werden konnten. Es bedurfte aber auch der Menschen, die bereit waren, sich an dieser Aktion zu beteiligen.

Und da kam das Café international im interkulturellen Garten ins Spiel. Es wurde unter anderem auch von türkischen Flüchtlingen besucht, die händeringend nach einer ehrenamtlichen Aufgabe suchten. Als zwei von ihnen signalisierten, dass die Reparatur von Fahrrädern ihr Hobby sei, konnte es mit dem Projekt losgehen. Anfang Juni wurde die Öffentlichkeit in der Lokalpresse und in sozialen Medien erstmals dazu aufgerufen, gebrauchte, aber gut erhaltene Fahrräder zu spenden. Die Resonanz war überwältigend. Das Ziel, Geflüchtete und Migranten günstig mit einem fahrbaren Untersatz zu versorgen, konnte in Angriff genommen werden.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Um Fahrräder hat sich das Projekt des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr fast vier Monate lang gedreht.


Rund 190 Flüchtlinge können sich über ein Fahrrad freuen weiterlesen

„Augenlicht für Alia“: Das Ende einer erfolgreichen Spendenaktion

Die Aktion „Augenlicht für Alia“, die der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr Ende November 2020 ins Leben gerufen hatte, hat erst jetzt ein Ende gefunden – und ein glückliches dazu. Damals hatte Najah Mirav Sido, Mitglied des Sprecherteams des Freundeskreises, dazu aufgerufen, für die 14-jährige Kurdin Alia Geld zu spenden, um ihr Augenlicht zu erhalten. Innerhalb von zwei Monaten waren gut 15 000 Euro zusammen gekommen, ein Betrag, mit dessen Höhe niemand im Freundeskreis gerechnet hatte. Von dem Geld konnten neben Alia sieben weitere Kriegskinder im Norden Syriens medizinisch versorgt werden.

Zur Erinnerung: Alia war bei einem türkischen Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Afrin schwer verletzt worden. Das rechte Auge war nicht mehr zu retten, das linke schwer geschädigt. Metallsplitter steckten in den Knochen und in der näheren Umgebung des Auges. Zudem war der Sehnerv beschädigt. Um zu verhindern, dass die verbleibende Sehkraft des verletzten Auges verloren ging, war eine Operation dringend notwendig.


Titelfoto: pixabay.de

„Augenlicht für Alia“ hieß die Aktion des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, die zum Ziel hatte, dass die junge Kurdin Alia nicht erblindet.


„Augenlicht für Alia“: Das Ende einer erfolgreichen Spendenaktion weiterlesen

Ferienspiele im Park: spielen, basteln und essen

Sechs lange Woche ohne Schule: Das ist für viele Kinder kein Problem. Freunde im Schwimmbad treffen, mit der Familie in den Urlaub fahren, Zeit für die eigenen Hobbys haben – Sommerferien können den meisten gar nicht lang genug sein. Was aber, wenn die Freunde im Heimatland geblieben sind? Wenn für einen Urlaub die Reiseerlaubnis fehlt? Was, wenn Eltern und Geschwister auf engem Raum zusammenleben und keine Möglichkeit haben, sich aus dem Weg zu gehen? Wenn für Ausflüge und Unternehmungen das Geld oder die Ortskenntnis fehlen?

Es gibt in Lahr zahlreiche Kinder in solchen Situationen und für sie hat der Freundeskreis Flüchtlinge in diesem Jahr erstmalig ein besonderes Angebot geschaffen: ein Ferienprogramm für Kinder in Migrationssituationen.


Titelfoto: Dieter Schütz / pixelio.de

Beim Ferienprogramm des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr sind jede Menge spielende Kinder gesehen worden.


Ferienspiele im Park: spielen, basteln und essen weiterlesen

Café international: Da erfährt man viel über andere Kulturen

Heimfried Furrer, einer aus dem Sprecherteam des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, ist begeistert vom Café international. Und er muss es wissen. Schließlich ist er ein großer Verfechter dieser Einrichtung, die seit 2015 eine Begegnung von Migranten und Einheimischen ermöglicht. Und seitdem das Café am 1. April 2022 am neuen Standort im interkulturellen Garten wiedereröffnet worden ist, ist er nach Beobachtungen des Thekenteams ein regelmäßiger Gast, der den wöchentlichen internationalen Treffpunkt jeweils hautnah miterlebt und genießt.

Diese Begeisterung für das Café hat Heimfried Furrer dazu bewogen, gewissermaßen ein Plädoyer für diese Einrichtung zu schreiben, um noch mehr Menschen dazu anzuregen, am Freitagnachmittag in den internationalen Garten zu kommen. Damit aber nicht genug. Denn Heimfried Furrer hat schließlich auch noch eine lyrische Ader. Die hat ihn dazu bewogen, auch noch ein Lied über das Café zu schreiben. Und wen wundert es? Herbie Wickertsheim, Leiter der Flüchtlingsband The Worlderers, hat es vertont. Hier sind Heimfried Furrers Texte:


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Das Thekenteam – vier von insgesamt 13 Frauen und Männern – rüstet sich für den neuen Öffnungstag (von links): Christiane Schwab, Tahere Hossaini, Kathrin Pilz und Brigitte Ordowski.


Café international: Da erfährt man viel über andere Kulturen weiterlesen