Archiv der Kategorie: Mitteilung des Freundeskreises

Literatur, die zu einem Austausch anregt

„Exil“ heißt auf Türkisch “sürgün“. Das Wort hat auch die Nebenbedeutung „frisch austreibender Spross“. Darauf weist der Journalist Can Dündar hin, der wie viele der Flüchtlinge aus der Türkei seine Heimat aus politischen Gründen verlassen musste.

Im zweiten Literaturgespräch von Freundeskreis Flüchtlinge Lahr und dem Verein Ortenauer Kulturforum am Samstag, 7. Februar 2026, im Don Bosco-Zentrum im Lahrer Westen war damit der Rahmen für die Diskussion abgesteckt.


Titelfoto: privat

Menschen mit türkischer, ukrainischer, russischer und deutscher Herkunft sprechen gemeinsam über das Thema Exil.


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Ein politischer Integrationsrat für Lahr ist eine Notwendigkeit

In der Sitzung des Gemeinderats am Montag, 26. Januar 2026, 17 Uhr, im Rathaus II legt die Lahrer Stadtverwaltung dem Gemeinderat eine Beschlussvorlage zum Interkulturellen Beirat vor. Er soll laut der Vorlage mit den Rechten nach dem Partizipations- und Integrationsgesetzes des Landes Baden-Württemberg ausgestattet werden. Zum Thema gibt es auch ein Positionspapier des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, das die Notwendigkeit eines solchen Rede-, Anhörungs- und Antragsrechts des Beirats im Gemeinderat untermauert. Das Papier ist den demokratischen Fraktionen im Gemeinderat zugeleitet worden.

Darüber hinaus hätten die Stadträtinnen und -räte aufgrund eigener Anschauung selbst erleben können, wie wichtig die Ausstattung des Beirats mit diesem politischem Handwerkszeug sei, so der Freundeskreis. Als Beispiel führt er die Ausländerbehörde an. Erst aufgrund einer Initiative aus den Reihen des Beirats im Sommer 2025 sei deutlich geworden, wie schlecht die Behörde dastehe und wie wichtig strukturelle Veränderungen seien. Diese notwendigen Veränderungen gebe es nun, dank des Beirats. Deshalb und wegen der Argumente im Positionspapier bittet der Freundeskreis die Fraktionen um Zustimmung. Die wird es aber vorerst nicht geben, weil der Tagesordnungspunkt verschoben worden ist.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge

Im ersten Obergeschoss des Rathauses II tagt der Interkulturelle Beirat im großen Sitzungssaal.


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Neue Infostelle der Ausländerbehörde soll die Situation verbessern

Die Lahrer Stadtverwaltung, die Sprecherinnen des Interkulturellen Beirats und das Sprecherteam des Freundeskreises Flüchtlinge haben sich in konstruktiven Gesprächen über die Arbeitssituation in der Lahrer Ausländerbehörde ausgetauscht und vereinbart, miteinander im Dialog zu bleiben, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Lahr von Ende Dezember 2025.

Im Sommer des Jahres, nach Klagen von vielen Migranten, war die Kritik an der Ausländerbehörde öffentlich geworden – zunächst in der Gemeinderatssitzung im Juli. Die Lahrer Lokalzeitungen berichteten und kommentierten ausführlich. Kritik kam auch von Seiten des Interkulturellen Beirats und des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Die Stoßrichtung war klar: Es muss sich personell und vor allen Dingen auch strukturell etwas ändern.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge

Die neue Infostelle der Lahrer Ausländerbehörde befindet sich in der Schillerstraße 16. Auch die Stelle für Asylangelegenheiten ist vom Jahr 2026 an dort.


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Im Jahr 2025 waren die Ehrenamtlichen so aktiv wie selten zuvor

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr blickt auf ein Jahr 2025 zurück, in dem die Ehrenamtlichen so aktiv waren wie selten zuvor. Viele Geflüchtete wie auch Einheimische nahmen an den Gemeinschaftsunternehmungen teil. Zudem waren die unterschiedlichen Projekte wieder sehr erfolgreich.

Die Fahrradwerkstatt erzielte wieder ein gutes Ergebnis, das Grundschulprojekt half etlichen Kindern, die Anforderungen der Schule zu bewältigen, und das Vorzeigeprojekt des Freundeskreises – das Café international – hatte Rekordzahlen zu verzeichnen, sowohl bei der Zahl der Gäste wie auch, vor allem, den Veranstaltungen im Café.


Titelfoto: pixabay.de

Im zurückliegenden Jahr gab es so einiges zu stemmen.


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Gerangel um die Lahrer Integrationsstelle

Dem Freundeskreis Flüchtlinge Lahr war Ende September 2025 zu Ohren gekommen, dass die Stelle der Integrationsbeauftragten der Stadt Lahr vom neuen Jahr an halbiert werden soll. Entsprechende Überlegungen gab es in der Stadtverwaltung. Das hat die haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfer auf den Plan gerufen. Die Diakonie hatte sich umgehend an die Fraktionen im Gemeinderat gewandt, um das zu verhindern.

Der Freundeskreis sammelte ebenfalls Argumente gegen dieses Ansinnen und schrieb sie in einem Papier auf, das Anfang November an die demokratischen Fraktionen im Gemeinderat ging. Zwei Flüchtlingshelferinnen, Waltraud Stark und Steffi Kempchen, suchten zudem das persönliche Gespräch mit einzelnen Stadträtinnen und -räten. Das Argumentationspapier ging auch an Sozialbürgermeister Guido Schöneboom. Innerhalb weniger Tage war bei der Stelle zunächst von 75 Prozent die Rede, dann wieder von 100 Prozent.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge

Das Begegnungshaus auf dem Urteilsplatz ist gewissermaßen der „Amtssitz“ der Integrationsbeauftragten.


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