In der Sitzung des Gemeinderats am Montag, 26. Januar 2026, 17 Uhr, im Rathaus II legt die Lahrer Stadtverwaltung dem Gemeinderat eine Beschlussvorlage zum Interkulturellen Beirat vor. Er soll laut der Vorlage mit den Rechten nach dem Partizipations- und Integrationsgesetzes des Landes Baden-Württemberg ausgestattet werden. Zum Thema gibt es auch ein Positionspapier des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, das die Notwendigkeit eines solchen Rede-, Anhörungs- und Antragsrechts des Beirats im Gemeinderat untermauert. Das Papier ist den demokratischen Fraktionen im Gemeinderat zugeleitet worden.
Darüber hinaus hätten die Stadträtinnen und -räte aufgrund eigener Anschauung selbst erleben können, wie wichtig die Ausstattung des Beirats mit diesem politischem Handwerkszeug sei, so der Freundeskreis. Als Beispiel führt er die Ausländerbehörde an. Erst aufgrund einer Initiative aus den Reihen des Beirats im Sommer 2025 sei deutlich geworden, wie schlecht die Behörde dastehe und wie wichtig strukturelle Veränderungen seien. Diese notwendigen Veränderungen gebe es nun, dank des Beirats. Deshalb und wegen der Argumente im Positionspapier bittet der Freundeskreis die Fraktionen um Zustimmung. Die wird es aber vorerst nicht geben, weil der Tagesordnungspunkt verschoben worden ist.
Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge
Im ersten Obergeschoss des Rathauses II tagt der Interkulturelle Beirat im großen Sitzungssaal.
Ein politischer Integrationsrat für Lahr ist eine Notwendigkeit weiterlesen