„Das Bedürfnis nach gegenseitigem Austausch ist gross“

Das Bedürfnis nach gegenseitigem Austausch ist gross. Das ist ein  Fazit des Kommunalen Flüchtlingsdialogs. Dazu hatte die Stadt Lahr Mitte Februar eingeladen. Sein Ziel: Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollten miteinanderim Rahmen von Workshops ins Gespräch kommen. Sophia Stappel von der städtischen Ansprechstelle Flüchtlingsfragen hat die Veranstaltung organisiert. Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr hat bei ihr nachgefragt: Was hat’s gebracht?
Spannendste Frage zuerst: War die Veranstaltung ein Erfolg und woran kannst Du ihn festmachen?

Sophia Stappel: In meinen Augen war die Veranstaltung ein Erfolg. Ziel war es ja, möglichst viele unterschiedliche Akteure, die mit Geflüchteten direkt oder indirekt zu tun haben und Interessierte zusammenzubringen, persönliche Begegnungen zu ermöglichen und einen Austausch über zentrale Themen und Herausforderungen anzuregen. Es haben rund 150 Menschen mit und ohne Fluchterfahrung an dem Dialog teilgenommen. Das waren viel mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als wir erwartet hatten. Außerdem kamen etwa 40 Menschen mit aktueller Fluchtgeschichte, die zum Teil noch in Gemeinschaftsunterkünften, zum Teil aber auch schon in eigenen Wohnungen leben. Das hat gezeigt, dass das Bedürfnis nach Austausch groß ist.


Titelfoto: privat

Sophia Stappel am Mikrophon beim Kommunalen Flüchtlingsdialog im Max-Planck-Gymanasium.


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Marie-Juchacz-Strasse wird aufgegeben

Das Übergangswohnheim Marie-Juchacz-Strasse  wird aufgegeben.  Das Landratsamt hat den entsprechenden Vertrag mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zum 30. April gekündigt. Begründet wird der Schritt mit sinkenden Flüchtlingszahlen. Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr bedauert das. Denn die Unterkunft beim Ludwig-Frank-Haus biete sehr gute Voraussetzungen für die Unterbringung von Flüchtlingen.

Momentan wohnen 38 Menschen in dem Gebäude in der Marie-Juchacz-Straße, das insgesamt 60 Flüchtlinge aufnehmen kann.  Sie kommen aus Afghanistan, Irak, Iran, Korea und Syrien. Es handelt sich dabei ausschließlich um Familien.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Tage des Übergangswohnheims in der Marie-Juchacz-Strasse sind gezählt, Anfang April gibt es dort keine Flüchtlinge mehr.


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Im Gespräch mit Flüchtlingen und Helfern

Im Gespräch mit Flüchtlingen und Helfern – darum ist es beim kommunalen Flüchtlingsdialog der Stadt Lahr gegangen. Leben und arbeiten, das Miteinander der Religionen und Kulturen sowie Einblicke in die Lebensgeschichten der Geflüchteten – das waren die Hauptthemen.

Bei diesem Flüchtlingsdialog ging es während gut drei Stunden darum, die zusammenzubringen, die sich in der Region dauerhaft ein neues Leben aufbauen wollen, und jene, die schon eines haben. Kultur, Wohnraum, Arbeit, Sprache waren nur einige Themen von vielen Workshops, bei denen sich Fachleute, Verantwortungsträger, Lahrer Bürger und Flüchtlinge austauschen konnten.


Titelfoto: Heidi Fössel

Zum Flüchtlingsdialog der Stadt Lahr im Max-Planck-Gymnasium sind rund 140 Teilnehmer gekommen.


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Glückliche Kinder beim AWO-Spielenachmittag

Es ist eine Freunde gewesen, sie zu beobachten: Glückliche Kinder beim AWO-Spielenachmittag im Seelbacher Tretenhof. Flüchtlingskinder, die in beengten Flüchtlingsunterkünften leben, konnten sich austoben, die Erwachsenen konnten neue Bekanntschaften machen.

Endlich ein Raum zum Spielen! Endlich Gelegenheit, in einer größeren Gruppe zusammenzukommen, sich kennenzulernen, entspannt den Kindern beim Toben zuzuschauen!

Was Flüchtlingskinder und ihre Eltern in den Unterkünften schmerzlich vermissen, war auf Einladung der jungen FSJler der Arbeiterwohlfahrt im Tretenhof möglich: 20 Flüchtlinge und etwa ebenso viele Kinder (gefühlt mindestens 50, tatsächlich aber nur 19) hatten viel Spaß beim Spiele-Nachmittag, den die jungen Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten, für sie organisiert hatten.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der AWO ableisten, machen Flüchtlingskindern eine Freunde und den Erwachsenen gefällt das auch.


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Flüchtlinge besuchen Erste Hilfe-Kurse

Der Kreisverband Lahr des Deutschen Roten Kreuzes macht es möglich: Flüchtlinge besuchen Erste Hilfe-Kurse. Und der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr unterstützt das finanziell aus Spendengeldern.

„Wichtig ist, die Nummer 112 anzurufen und genau zu erklären, was passiert ist“, sagt Bianca Oesterle und fragt lieber noch einmal nach: „Alles verstanden?“ „Alles klar“, bestätigen die jungen Frauen und Männer, die vor ihr sitzen. Dass diese Information bei den Menschen auch wirklich ankommt, ist nicht selbstverständlich. Sie sind Flüchtlinge, die einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen und für die die deutsche Sprache noch nicht geläufig ist.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Flüchtlinge sind im Erste-Hilfe-Kurs des Roten Kreuzes eifrig bei der Sache.


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