Fröhliches Fest des Freundeskreises

Ende April ist ein fröhliches Fest des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr gefeiert worden. Mehr als 100 Menschen – Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer – haben gemeinsam miteinander gesprochen, gegessen und getanzt.

„Ich bin nur ein Flüchtling, doch auch ein Mensch wie du“. Das war das Lied des Abends, geschrieben von Herbie Wickertsheim, gespielt von seiner Flüchtlingsband „The Worlderers“ und mitgesungen von den mehr als 100 Teilnehmern am Frühlingsfest, das der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr am Samstag, 29. April 2017, veranstaltet hatte.

Menschen vieler Nationalitäten – Syrer, Afghanen, Nigerianer, Deutsche, Iraker, Gambier, und Albaner –  und aller Altersgruppen, von jungen Familien mit Kindern und sogar Säuglingen bis zum über Siebzigjährigen, waren der Einladung des Freundeskreises in den Gemeindesaal der Evangelischen Kreuzgemeinde gefolgt und feierten vor allem eines: entspanntes und fröhliches Miteinander.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Stimmung beim Fest ist gut, das zeigt sich auch bei einem gemeinsamen arabischen Tanz.


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Frühlingsfest mit Flüchtlingen

Am Samstag, 29. April, findet in Lahr ein Frühlingsfest mit Flüchtlingen statt. Veranstalter ist der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr. Gefeiert wird in der Zeit von 16 bis 22 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum der Kreuzgemeinde, Doler Platz 7.

Bei einem richtigen Fest gehört es sich, dass man gemeinsam zu Tisch sitzt und isst. Aus organisatorischen Gründen haben sich die sechs Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr überlegt, dass jeder, der die Veranstaltung besucht, seine bevorzugten Speisen selbst mitbringt. Die werden dann zu einem bunten Büfett aufgebaut. Das bedeutet, dass jeder Gast eine reichhaltige Auswahl aus der deutschen und internationalen Küche hat.


Titelfoto: Huber / pixelio.de

Beim Frühlingsfest soll es ein schönes, internationales Büfett geben, zu dem jeder Besucher etwas beiträgt.


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Gospelworkshop über Grenzen hinweg

Drei Tage lang hat die Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau im Gemeindehaus bei der Lahrer Martinskirche einen interkulturellen Workshop veranstaltet – einen Gospelworkshop über Grenzen hinweg. Bereits von Freitagabend an probten die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit den Leitern des Workshops, Adrienne und Marco Morgan Hammond, ein buntes Repertoire an bekannten und neu komponierten Arrangements.

Unter den Sängerinnen und Sängern waren geflüchtete Menschen aus Syrien, Gambia, Nigeria und dem Iran. Durch ihre lebendige, herzliche und dennoch sehr professionelle Art sorgte Adrienne Morgan Hammond für eine angenehme Atmosphäre, die sich schon bald auf alle Beteiligten übertrug. Es wurde während der Proben viel gelacht und dabei dennoch konzentriert an den Liedern gefeilt.


Titelfoto: Marco Morgan Hammond

Teilnehmer des Workshops bei der Generalprobe in der Martinskirche


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Teppiche in Heimen sind umstritten

In der Geroldsecker Vorstadt und andernorts  sei das Entsetzen groß, sagt Flüchtlingshelferin Franziska Lau, denn große Teppiche in Heimen sind umstritten. Deshalb habe man sie allen Bewohnern  weggenommen. Sie spricht von einem „Teppich-Drama“, das so schnell wie möglich beendet werden müsse.

Das Landratsamt, das für die Übergangswohnheime zuständig ist, bestätigt, dass Teppiche haben entfernt werden müssen. Es verweist auf die Brandgefahr und auf Hygienemängel, die von großflächigen Teppichen ausgehen könnten. Kleinere Teppiche, wie etwa Gebetsteppiche, gingen in Ordnung.

Sie und ihr Mann hätten in einem Lahrer Flüchtlingsheim eine Familie aus Afghanistan besucht, die traurig und wie gelähmt in ihrem Zimmer gesessen sei, erzählt Franziska Lau. Das Baby habe bäuchlings auf dem kalten, nackten Boden gelegen und spielte. Immer wieder sei es von einem Hustenanfall geschüttelt worden.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

In den Übergangswohnheimen des Landkreises, wie zum Beispiel in der Willy-Brandt-Straße, dürfe privates Inventar nur mit Zustimmung der Verwaltung genutzt werden, so die Auskunft in Offenburg.


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Deutliche Kritik an Abschiebungen

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr übt deutliche Kritik an Abschiebungen von Flüchtlingen aus Baden-Württemberg nach Afghanistan. Deshalb hat er einen  offenen Brief an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann geschrieben. Darin  machen die ehrenamtlichen Helfer deutlich,  dass sie Abschiebungen von Flüchtlingen in das Krisenland  Afghanistan  nicht akzeptieren. Es gebe Bundesländer, darauf macht der Freundeskreis aufmerksam, die Abschiebungen nach Afghanistan zurückstellen.

Am Samstag, 8. April 2017, 13 Uhr, gibt es übrigens eine landesweite Demonstration in Karlsruhe gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Die  Auftaktkundgebung findet um 13.30 Uhr auf dem Kirchplatz/ Herrenstraße/Ecke Erbprinzenstraße statt.


Titelfoto: pixabay.de

Afghanische Flüchtlinge werden aus Baden-Württemberg in ihr Heimatland abgeschoben, dagegen wehrt sich der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr.


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