Überladene Schlauchboote, von der Küstenwache gestoppte Flüchtlinge oder an Strände gespülte Leichen sind die erschreckenden Folgen der Flüchtlingskrise. „Ich war immer wieder erschüttert von den Bildern“, sagt der Kirchenmusiker Martin Groß. Er sei mehrfach in Afrika gewesen, habe selber eine Landung von Bootsflüchtlingen erlebt. Er habe immer wieder überlegt, wie er helfen könne. Seine Antwort: „Öffentlich machen, was an schrecklichen Dingen passiert.“
Als stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum hat Groß zusammen mit der evangelischen Kirche und der Seenotrettungsorganisation »United for Rescue« (Gemeinsam Retten, »U4R«) eine Aktion unter dem Motto „Grenzenlose Menschlichkeit – man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt“ ins Leben gerufen. Auftakt war am Samstag, 10. Juli, in der evangelischen Stadtkirche in Offenburg gewesen. Redner waren unter anderem Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche in Deutschland. Mit dabei war auch Mirav Sido, Sprecherin des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Sie berichtete über ihre gefährliche Flucht aus Syrien:
Titelfoto: Fabian Melber / Sea-Watch.org
Der evangelischen Kirche geht es mit ihrer Aktion in Offenburg und Kehl auch um Spendengelder für die Seenotrettung im Mittelmeer.
Die Menschlichkeit soll grenzenlos sein weiterlesen