Ein System, das Integration verhindert

Ein System, das Integration verhindert – damit haben es ehrenamtliche Flüchtlingshelfer immer wieder zu tun. Heimfried Furrer, einer der sechs Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, beschreibt einen Fall, bei dem es um Anschlussunterbringung, Ausbildung und drohende Abschiebung geht:

„Um an einem Beispiel typische Schwierigkeiten aufzuzeigen, sei der Fall eines jungen Mannes aus einem afrikanischen Land geschildert, der mit seiner Frau und den beiden in Deutschland geborenen Kindern seit mehr als zwei Jahren in einer Lahrer Unterkunft lebt. Seine Familie ist bei Mitbewohnern und bei den Ehrenamtlichen anerkannt und beliebt, seine Frau und er haben sich gut eingelebt.


Titelfoto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Der Antrag auf Asyl einer vierköpfigen Familie aus Afrika ist abgelehnt worden, und das, obwohl sie auf dem besten Weg ist, sich in diese Gesellschaft zu integrieren.


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Der Dialog zum Thema Migration geht weiter

Der Dialog zum Thema Migration geht weiter.  Der Bericht über den Kommunalen Flüchtlingsdialog, der Mitte Februar in Lahr stattgefunden hat, ist inzwischen abgeschlossen worden. Sophia Stappel von der Ansprechstelle für Flüchtlingsfragen der Stadt hat ihn verschickt. Wer Interesse an diesem Thema hat, ist dazu aufgerufen, am Zusammenleben verschiedener Kulturen in Lahr mitzuarbeiten.

In dem Bericht enthalten sind die Dokumentation der Ergebnisse der Workshops, Fotos sowie ein Maßnahmenkatalog mit Handlungsbedarfen und Projektideen. Letzterer ist als Arbeitsblatt gedacht, an dem alle am Thema Interessierten mitgestalten können beziehungsweise sollen.


Titelfoto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Der Kommunale Flüchtlingsdialog, der im Februar 2017 begonnen hat, soll auch in Zukunft fortgeführt werden.


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Kochen in der Heimatküche

Im April 2017 hat das neue Projekt Kochen in der Heimatküche der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau (EEB) begonnen. „Heimatküche – Kochen ist Heimat, egal wo der Herd steht“ heißt der ausführliche Titel.  Anfang Juni hat die zweite „Heimatküche“ im evangelischen  Gemeindehaus der Melanchthonkirche, Georg-Vogel-Straße 1,  stattgefunden. In diesem Jahr gibt es noch einen  weiteren Termin.

Bei diesem Projekt geht es darum, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, um Menschen unterschiedlicher Kulturen in Kontakt zu bringen.  Das sieht die Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau, Katharina Lindner, als einen Schwerpunkt für eine gelingende Integration an. Deshalb hat sie zusammen mit der ehrenamtlichen Helferin Silvia Boniface-Anyanwo vom Freundeskreis Flüchtlinge Lahr die Projektreihe „Heimatküche“ ins Leben gerufen.


Titelfoto: Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau

In der Heimatküche werden Spezialitäten  nach syrischen Rezepten vorbereitet; Zweite von rechts ist Flüchtlingshelferin Silvia Boniface-Anyanwo.


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Die Kehrwoche – ein Beitrag zur Integration?

Die Kehrwoche – ein Beitrag zur Integration? Die Frage ist berechtigt, denn die Sauberkeit, Ordnung und Hygiene in den Flüchtlingsunterkünften ist bei den monatlichen Stammtischen des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr immer wieder ein Thema gewesen. Warum? Weil die Zustände in und vor den Häusern – nach deutschen Maßstäben – sehr zu wünschen übrig ließen. Oft und mit Leidenschaft haben Ehrenamtliche diskutiert, was zu tun sei. Jetzt scheint der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr mit einer Aktion der besonderen Art einen Schritt weitergekommen zu sein.

Heimfried Furrer, einer der Sprecher des Freundeskreises, hat sich an der Putzaktion nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe beteiligt. Er hat festgestellt, dass es viele Gründe gibt, die deutschen Vorstellungen von Sauberkeit entgegenstehen. Und er hat die Erfahrung gemacht, dass es trotzdem möglich ist, Menschen aus völlig verschiedenen Kulturen dazu zu motivieren, zu Putzmitteln und Scheuerlappen zu greifen. Er stellt sich jetzt die Frage: Ist die Kehrwoche ein Beitrag zur Integration? Hier ist seine Antwort:


Titelfoto: birgitH / pixelio.de

Der Freudeskreis Flüchtlinge Lahr stellt die Reinigungsmittel zur Verfügung und erklärt, wie man sie anwenden muss.


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Preis für Herbie und die Worlderers

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr freut sich über den Preis für Herbie und die Worlderers. Im Rahmen der Einbürgerungsfeier des Ortenaukreises hat Landrat Frank Scherer nicht nur neu eingebürgerte deutsche Staatsbürger und deren Familien im Landratsamt in Offenburg willkommen geheißen, sondern auch den vom Landratsamt und der Sparkasse Offenburg/Ortenau zum vierten Mal ausgelobten Integrationspreis Ortenau verliehen. Der zweite Preis, dotiert mit 1000 Euro, ging dabei nach Lahr, an Herbert Wickertsheim vom Freundeskreis Flüchtlinge Lahr und seine Band The Worlderers.

Der so Geehrte konnte den Preis allerdings nicht selbst entgegen nehmen, weil er gerade zusammen mit seiner Frau zu einem längeren Urlaub auf Jamaika weilte. Diese Aufgabe übernahm unter anderem Heimfried Furrer, Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Obwohl Herbie, wie ihn alle im Freundeskreis nennen, erst kurzfristig von der Preisverleihung erfuhr, gelang es Furrer, auf die Schnelle noch ein Mitglied der Band zu finden, das an dieser Feier teilnehmen konnte. Es war der gebürtige Jamaikaner Y.  Singateh, von Anfang an einer der wichtigsten Musiker der Worlderers.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Herbie Wickertsheim (Zweiter von links) und seine Band The Worlderers machen sich mit Musik auf den Weg der Integration von Migranten.


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