Spendenaktion für das Augenlicht von Alia

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr ruft die Öffentlichkeit auf, für die Operation der 14-jährigen Kurdin Alia Geld zu spenden. Bombensplitter haben eines ihrer Augen zerstört, das andere schwer verletzt. Durch einen operativen Eingriff soll die Sehkraft des verletzten Auges gerettet werden. Augenlicht für Alia heißt denn auch die Aktion. Die Kurdin Mirav Sido, eine Sprecherin des Lahrer Freundeskreises, steht in engem Kontakt mit der Familie des Mädchens. Und im Freundeskreis ist in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht worden, dass Geld, das auf den Weg gebracht wird, im Norden Syriens auch wirklich ankommt.

Alia Mustafa Arslan ist kein Einzelfall. Wie unzählige andere kurdische Menschen lebt die Vierzehnjährige als aus ihrer Heimatstadt Afrin Vertriebene in einem Zelt in einem der Flüchtlingslager in Syrien, in ihrem Fall in Shahbaa.


Titelfoto: pixabay.de

Bei der Spendenaktion geht es um das linke Auge von Alia, eine Operation soll es ermöglichen, dass sie auf diesem Auge dauerhaft sehen kann.


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Charlotte Wolff ist nun Integrationsbeauftragte

Seit September 2020 ist Charlotte Wolff mit einer Vollzeitstelle als Integrationsbeauftragte der Stadt Lahr im Einsatz. Sie ist dabei weiterhin für sämtliche Fragen und Anliegen im Bereich der Hilfe für Geflüchtete zuständig. Auch Andreas May, zuvor Ansprechstelle der Stadt für Integrationsfragen, ist als Sachgebietsleiter in der Abteilung Soziales der Stadt wie bisher für den Integrationsbereich verantwortlich.

Hauptaufgabe der städtischen Integrationsbeauftragten ist die zentrale Planung, Steuerung, und Koordination der Integrationsarbeit in Lahr. Es sollen nachhaltige Strukturen geschaffen beziehungsweise gestärkt werden, die eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ermöglichen. So sollen das friedliche Zusammenleben aller Menschen und der gesellschaftliche Zusammenhalt gesichert werden.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Charlotte Wolff an ihrem Schreibtisch im Begegnungshaus auf dem Urteilsplatz


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Helfer der ersten Stunde erinnern sich an das dramatische Jahr 2015

Das Jahr 2015 war nicht nur für die Flüchtlingshelfer ein dramatisches Jahr. Dass die Bundeskanzlerin Anfang September die Grenze offen hielt für Flüchtlinge aus Ungarn, hatte natürlich auch Auswirkungen in Lahr. Neue Unterkünfte mussten geschaffen werden, bis Jahresende wurden Container aufgestellt in der Tramplerstraße und im Mauerweg, schließlich entstand ein ganzes Container-Dorf auf dem Flugplatz. Sogar zwei kreiseigene Turnhallen wurden für Geflüchtete hergerichtet, die Ortenauhalle und die Halle des Integrierten Beruflichen Gymnasiums (IBG). In engen Reihen standen die Stockbetten dort. So etwas wie eine Privatsphäre gab es nicht.

Diese Zeit haben auch etliche Lahrer Ehrenamtliche der ersten Stunde miterlebt, also jene Helferinnen und Helfer, die bereits Ende 2014 den Freundeskreis Flüchtlinge Lahr ins Leben gerufen hatten. Sie erinnern sich an die Situation im Herbst 2015. Die Begegnung mit fremden Kulturen bedeutete auf der einen Seite eine große Herausforderung, brachte aber auch viele schöne Erlebnisse mit sich. Heimfried Furrer beschreibt die Lage für den Freundeskreis seit 2014 und wie sie sich seither entwickelt hat. Persönliche Erinnerungen an den Herbst 2015 steuern bei: Cosima Lipps, Günter Endres, Charlotte Verrel-Bennecke, Jürgen Siefert und Ina Breig-Köchling.


Titelfoto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Im Herbst des Jahres 2015 gab es angesichts der großen Zahl von Geflüchteten noch eine Willkommenskultur.


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„Die kurdische Kultur in Afrin soll ausgelöscht werden“

Der erste Themenabend des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr mit der jungen Kurdin Mirav aus Syrien ist ein Erfolg gewesen: Es waren 19 Frauen und Männer anwesend, darunter ein paar neue und auch drei Geflüchtete. Mirav sprach über die prekäre Lage der Kurden in Afrin, im Norden Syriens. Anschließend wurden der Referentin viele Fragen gestellt und es wurde sehr lebhaft diskutiert. „Ein sehr guter Start unserer neuen Reihe“, sagte Heimfried Furrer dazu, einer der Sprecher des Freundeskreises.

Bei ihrem Vortrag hatte Mirav gebannte Zuhörerinnen und Zuhörer: „Guten Abend, ich bin Mirav aus dem syrischen Kurdistan, aus der besetzten Stadt Afrin. Ich freue mich, heute bei Euch zu sein, um über meine Stadt Afrin vor und nach dem Krieg zu sprechen.


Titelfoto: privat

Ein alter Mann trauert in Trümmern – Folge des Krieges.


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Freundeskreis mit eigenem Konzept der Wohnungsakquise

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr begrüßt es, dass die in der Lahrer Stadtverwaltung zu Jahresbeginn neu geschaffene Servicestelle Wohnraum jetzt ein Konzept zur Beschaffung von günstigem Wohnraum vorgelegt hat. Denn Ehrenamtliche des Freundeskreises haben in der Vergangenheit immer wieder die Erfahrung gemacht, wie außerordentlich schwierig es ist, für ihr Klientel bezahlbare Wohnungen in der Stadt zu finden.

Deshalb hat der Freundeskreis im Gespräch mit Experten auf dem Wohnungsmarkt ein eigenes Konzept erarbeitet und der Stadtverwaltung Ende 2019 schriftlich und Oberbürgermeister Markus Ibert Anfang Juni persönlich vorgestellt. Das Konzept ist übrigens für alle Menschen gedacht, die in der Stadt auf der Suche nach einem günstigen Wohnraum sind, also nicht nur für Flüchtlinge.


Titelfoto: Bernd Sterzl / pixelio.de

Wohnungen, die leerstehen, gibt es auch in Lahr. Es sollen laut Schätzungen der Stadtverwaltung rund 400 an der Zahl sein.


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