Die Menschlichkeit soll grenzenlos sein

Überladene Schlauchboote, von der Küstenwache gestoppte Flüchtlinge oder an Strände gespülte Leichen sind die erschreckenden Folgen der Flüchtlingskrise. „Ich war immer wieder erschüttert von den Bildern“, sagt der Kirchenmusiker Martin Groß. Er sei mehrfach in Afrika gewesen, habe selber eine Landung von Bootsflüchtlingen erlebt. Er habe immer wieder überlegt, wie er helfen könne. Seine Antwort: „Öffentlich machen, was an schrecklichen Dingen passiert.“

Als stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum hat Groß zusammen mit der evangelischen Kirche und der Seenotrettungsorganisation »United for Rescue« (Gemeinsam Retten, »U4R«) eine Aktion unter dem Motto „Grenzenlose Menschlichkeit – man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt“ ins Leben gerufen. Auftakt war am Samstag, 10. Juli, in der evangelischen Stadtkirche in Offenburg gewesen. Redner waren unter anderem Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche in Deutschland. Mit dabei war auch Mirav Sido, Sprecherin des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Sie berichtete über ihre gefährliche Flucht aus Syrien:


Titelfoto: Fabian Melber / Sea-Watch.org

Der evangelischen Kirche geht es mit ihrer Aktion in Offenburg und Kehl auch um Spendengelder für die Seenotrettung im Mittelmeer.


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Wohnungen sollen nicht leer stehen bleiben

In seiner Sitzung vom 28. Juni 2021 hat der Lahrer Gemeinderat einen Zwischenbericht zum Projekt Wohnungsakquise in der Stadt zur Kenntnis genommen. Nach dem bisherigen Stand haben sich insgesamt 39 Eigentümer bei der Stadtverwaltung gemeldet, die sich für das Projekt interessieren. Dabei kam es zu zwölf Wohnungsbesichtigungen. So heißt es in der Verwaltungsvorlage des Stadtplanungsamts. In der Sitzung selbst wurde bekannt, dass es zu zwei Vertragsabschlüssen gekommen ist.

Bei fünf weiteren Anfragen steht ein Vertragsabschluss in Aussicht, heißt es weiter. In diesen Fällen müssen die Wohnungen erst noch renoviert werden. Bei den anderen Objekten haben die Eigentümer noch um Bedenkzeit gebeten. Oder es sind größere Renovierungsarbeiten notwendig, sodass sich eine Vermietung noch hinzieht. In einem weiteren Fall hat sich der Eigentümer für den Verkauf der Wohnung entschieden.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

So mancher Vermieter lässt seine Wohnung lieber leer stehen, als eine Miete zu kassieren. Das soll sich in Lahr ändern.


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Hilfe vom Migrationsamt bei der Wohnungssuche

Eine preisgünstige Wohnung zu finden, kostet viel Zeit und Energie. Vor diesem Problem stehen auch viele Familien mit Fluchthintergrund und ihre deutschen Helfer und Helferinnen. Um diese Zielgruppe bei der Wohnungssuche zu unterstützen, hat das Integrationsmanagement des Landratsamts Ortenaukreis Ende des Jahres 2020 einen ersten Workshop im Kinzigtal angeboten.

Fünf Menschen mit Fluchthintergrund nahmen dieses Kursangebot wahr, das wegen Corona unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln stattfand, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts. Im Laufe des Jahres 2021 soll es auch einen solchen Workshop in Lahr geben.


Foto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Geflüchteten wird im Workshop aufgezeigt, wie sie auf dem Wohnungsmarkt selbst aktiv werden können.


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Brückenschlag: Geflüchtete nicht sich selbst überlassen

Zielgruppe des neuen Projekts des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr unter dem Titel Brückenschlag sind die Geflüchteten in der Rainer-Haungs-Straße auf dem Lahrer Flugplatz. Sie leben dort in der Anschlussunterbringung der Stadt Lahr – in Containern. Bei dem Projekt geht es darum, die rund 80 Männer nicht sich selbst zu überlassen und ihnen Bildungsangebote zu machen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 5000 Euro.

Die Summe kann der Freundeskreis nicht alleine stemmen, deshalb bewirbt er sich damit bei der Initiative Stadtgulden der Stadt Lahr. Die Entscheidung, ob das Projekt Brückenschlag dabei Berücksichtigung findet, fällt erst im Oktober dieses Jahres. Bis dahin wollen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Freundeskreises kräftig die Werbetrommel rühren.


Foto: pixabay.de

Der Weg führt für die Geflüchteten auf dem Lahrer Flugplatz ins Ungewisse – trotz des Brückenschlags.


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Fünf Jahre Worlderers – Integration durch Musik

Ziel des Musikprojekts The Worlderers ist es, Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, in der Öffentlichkeit bei der einen oder anderen Veranstaltung die Musik ihrer Heimat zu präsentieren, dadurch ihr Selbstbewusstsein zu stärken und somit ihre Integration zu fördern. „Und eine Art von Deutschunterricht ist es auch“, sagt Bandleader Herbie Wickertsheim, der das Projekt vor nunmehr fünf Jahren ins Leben gerufen hat.

Zum größten Teil besteht die Gruppe aus musikalischen Quereinsteigern. Sie können auf Gitarre und Keyboard noch nicht alle Akkorde, sie haben nie zuvor Noten gelernt, das ist jetzt die Basisarbeit bei den Proben. „Aber wir haben viel Spaß dabei, das ist das Wichtigste“, sagt Wickertsheim.


Titelfoto: privat

The Worlderers: Das Foto entstand anlässlich des Rosenfests der evangelischen Kirchengemeinde in Seelbach.


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