Eine Lösung im Kreistag oder vor Gericht

Eine Lösung im Kreistag oder vor Gericht: Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr will sich gegen die Erhöhung von Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften zur Wehr setzen, politisch oder juristisch. Worum geht es? Einzelpersonen, die mehr als 917 Euro netto im Monat verdienen, müssen vom Jahr 2019 an 386 Euro statt bisher 245 Euro im Monat zahlen. Der Freundeskreis bezeichnet das als Wucher.

In der Januar-Sitzung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hat sich eine große Mehrheit der etwa 30 Anwesenden dafür ausgesprochen, auf politischer Ebene aktiv zu werden. Dorothee Granderath stellte in der Sitzung zudem einen Antrag der Fraktion der Grünen im Kreistag in Aussicht, mit dem Ziel, die Gebühren für die Unterbringung von Einzelpersonen im Rahmen zu halten. Der Antrag wurde inzwischen auf den Weg gebracht. Des weiteren, so das Resultat der Sitzung, wolle man sich mit der Flüchtlingshilfe Rebland aus Offenburg zusammentun, die sich auf eine juristische Auseinandersetzung vorbereitet.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Erhöhung von Wohngebühren in Gemeinschaftsunterkünften: Der Freundeskreis spricht von Wucher.


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Verdienstmedaille der Stadt für Günter Endres

Die Stadt zeichnet Günter Endres mit der Verdienstmedaille aus. Endres, einer der Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, bekommt sie am Donnerstag, 31. Januar, 18.30 Uhr, im Pflugsaal  überreicht. Gewürdigt wird damit sein langjähriges Engagement für Migranten. Wie es der Zufall es so will, feiert er am gleichen Tag seinen 75. Geburtstag.

Günter Endres widme sich aus einer inneren Verpflichtung heraus der Integrationsarbeit, hat die Stadt vorab in einer kurzen Würdigung geschrieben. Er setze sich bis heute mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein für seine ausländischen Mitbürger und für ein friedliches Zusammenleben ein. Er unterstütze Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen, sich im öffentlichen und kulturellen Leben von Lahr zu beteiligen und leiste als Orientierungshilfe für geflüchtete Menschen eine herausragende Integrationsarbeit.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Das Engagement von Günter Endres wird jetzt von der Stadt mit einer Auszeichnung gewürdigt.


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Weniger Helfer, mehr Arbeit beim Freundeskreis

Weniger Helfer, mehr Arbeit beim Freundeskreis, das ist das Ergebnis einer Umfrage des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr unter seinen Mitgliedern. Die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist deutlich gesunken. Obwohl auch die Zahl der Geflüchteten rückläufig ist, hat der Freundeskreis aber mehr Arbeit. „Deshalb suchen wir händeringend nach weiteren Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren wollen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Freundeskreises.

Die Zahl der Helfer war in den Jahren 2015 und 2016 rasch angestiegen und betrug rund 100. Jeweils Mehr als 50 von ihnen nahmen an den monatlichen Versammlungen im Gasthaus „Zum Zarko“ teil. Inzwischen sind diese Zahlen laut Umfrage um die Hälfte zurückgegangen.


Titelfoto: pixabay

Der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr hat seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter um eine Rückmeldung gebeten.


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Problem erkannt – Besserung ist in Sicht

Problem erkannt – Besserung ist in Sicht. So könnte man das Ergebnis kurz und knapp beschreiben. Worum geht es? Die Sprecherinnen und Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr hatten im vergangenen Jahr in Schreiben an Politiker, Behörden und Ministerien kritisiert, dass die Anerkennung der Zeugnisse, die Geflüchtete in ihrem Heimatland erworben haben, viel zu lange dauert, nämlich oft deutlich mehr als ein Jahr. Zuständig für die Anerkennung ist die Abteilung 7 des Regierungspräsidiums in Stuttgart.

Die Reaktionen auf den Brief waren im Tenor ähnlich: Man wisse um das Problem, es gebe aber zu wenig Personal. Ein Lichtblick ist nun der Brief des Kultusministeriums vom 10. Januar 2019. Darin kündigt Staatssekretär Volker Schebesta MdL fünf weitere Vollzeitstellen in der Abteilung des Regierungspräsidiums an, die für die Anerkennung der Zeugnisse zuständig ist.


Titelfoto: Dieter Schütz / pixelio.de

Um die rasche Anerkennung von Zeugnissen der Geflüchteten geht es dem Freundeskreis Flüchtlinge Lahr.


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Trotz alledem – warum wir Flüchtlingen helfen

Warum wir Flüchtlingen helfen? Dieser Frage geht Heimfried Furrer nach, einer der sieben Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr. Gerade die Zeit vor Weihnachten und der bevorstehende Jahreswechsel sind wie gemacht dafür, sich Gedanken zu machen über das ein oder andere Thema. Zum Beispiel über das Thema Geflüchtete. Obwohl die Situation der Menschen aus fremden Ländern in Deutschland zunehmend schwieriger wird – politisch gewollt – lohnt es sich ihnen zu helfen. Trotz alledem, findet Heimfried Furrer und erläutert warum.

„Wir schaffen das!“ Dieser Satz der Bundeskanzlerin kennzeichnete auch die Stimmung der Menschen, die ganz spontan und individuell, bald aber zunehmend im Zusammenschluss mit anderen begannen, geflüchteten Menschen zu helfen. So war es in Lahr, und so entstand nach einem Benefizkonzert im Februar 2014 aus einer kleinen Gruppe von Helfern, vor allem Deutsch für Flüchtlinge Unterrichtenden, der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr, zwischenzeitlich angewachsen auf über 100 Mitstreiterinnen und Mitstreiter.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Es geht darum, Flüchtlinge so gut wie möglich zu integrieren, zum Beispiel Menschen aus einem Übergangswohnheim in der Geroldsecker Vorstadt.


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