Lahrer Exponate im Bonner Haus der Geschichte

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Heimat. Eine Suche“ im Haus der Geschichte in Bonn war auch die Lahrerin Mirav Sido anwesend, Mitglied im Freundeskreis Flüchtlinge Lahr und in dessen Sprecherrat. Der Grund, warum sie mit ihren beiden Kindern zu der feierlichen Eröffnung am Freitag, 10. Dezember 2021, eingeladen war: Die Ausstellung „Unbekannte Mitbürger – Leben und Alltag von Geflüchteten in Lahr“ des Freundeskreises im Lahrer Stadtmuseum vom 22. September bis 10. November 2019 hatte auch bundesweit Beachtung gefunden.

In dieser Ausstellung waren auch Gegenstände zu sehen, die die Kurdin Mirav Sido und ihr Sohn Siamand auf ihrer mehr als abenteuerlichen Flucht nach Deutschland mitgebracht hatten. Jetzt sind sie in Bonn zu sehen: Ein Schlüsselbund zu dem Haus, in dem Mirav Sido in Syrien gewohnt hat und Siamands Murmeln und leere Patronenhülsen. Diese beiden Gegenstände wurden zudem im Museums-Magazin abgedruckt.


Titelfoto: Haus der Geschichte

Um Heimat in den unterschiedlichsten Facetten geht es in der Ausstellung in Bonn.


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Jetzt gibt es doch WLAN in den Unterkünften

Es ist wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk an die Geflüchteten in den Übergangsunterkünften des Ortenaukreises. Der Verwaltungsausschuss des Kreistags hat am Dienstag, 7. Dezember 2021, beschlossen, die Sozialräume in den Unterkünften mit WLAN auszustatten. Damit kommt der Landkreis nun einer seit langem erhobenen Forderung von Helferkreisen in der Ortenau nach.

In einem Schreiben an Landrat Frank Scherer vom 20. Februar 2021 – initiiert von Gabriella Balassa, Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration – hatten zuletzt zwölf Helferkreise WLAN in den Unterkünften gefordert, darunter auch der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr. Gleichzeitig waren Kreisrätinnen und -räte von Helfern persönlich über diese Initiative informiert worden. Die Fraktion der Grünen im Kreistag hatte daraufhin im April einen entsprechenden Antrag eingebracht.


Titelfoto: pixabay.de

Jetzt also doch: In den vorläufigen Unterkünften des Ortenaukreises gibt es jetzt kostenloses WLAN für Geflüchtete.


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Corona bremst das Café international aus

„Seit Jahren ist das internationale Café eine der wichtigsten Veranstaltungen für Flüchtlinge in Lahr“, hat Heimfried Furrer, einer der Sprecher des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr einmal gesagt. Und weiter: „Café international, das ist die Anlaufstelle für neu Angekommene, gesellschaftlicher Treffpunkt, Ort der Begegnung zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen, es ist darüber hinaus auch der Ort, wo Erfahrungen ausgetauscht werden, wo man Rat und Tipps bekommt, wo Adressen vermittelt werden.“

Die Corona-Pandemie hat dieses wichtige Projekt ausgebremst, wie so vieles. Im Sommer, als die Inzidenz niedrig war, wurde vermehrt der Wunsch geäußert, das Café wiederzubeleben. Eine Arbeitsgruppe erstellte für dieses Vorhaben ein Konzept, das einen neuen Standort vorsah für die Begegnung. Dazu sollte es jeweils einen kleinen Programmpunkt geben. Das Getränke- und Speiseangebot sollte niederschwellig sein. Alles war geregelt für den Neustart. Dann aber, als es schließlich losgehen konnte, lag die Inzidenz so hoch wie noch nie während der Pandemie. Wann das Café nun öffnen kann, ist derzeit unklar.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Das Blockhaus im interkulturellen Garten soll die neue Heimstatt für das Café international des Freundeskreises werden.


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Gemeinsam gärtnern und zusammen wachsen

Der interkulturelle Garten auf dem Landesgartenschaugelände, in unmittelbarer Nähe der Moschee, ist im Jahr 2021 in den Blickwinkel des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr gerückt. Im August hat das Plenum des Freundeskreises zum ersten Mal in dem Jahr wieder von Angesicht zu Angesicht getagt – im Blockhaus der Gartenanlage. Zuvor hatte es nur Online-Versammlungen gegeben – wegen der Corona-Pandemie. Einen Monat später war der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner zu Gast bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – ebenfalls im interkulturellen Garten.

Weil das Café international wiederbelebt werden soll und die früheren Standorte des Multikulti-Treffs nicht mehr zur Verfügung stehen, wurde schnell klar: Die Gartenanlage im Lahrer Westen soll zum neuen Standort werden. Was genau ist dieser interkulturelle Garten? Was passiert dort eigentlich? Wer sind die Verantwortlichen dieser Einrichtung? Viele offene Fragen für die Helfer im Freundeskreis. Waltraud Stark und Cosima Lipps können die Fragen gut beantworten. Die beiden sind nicht nur beim Freundeskreis engagiert, sondern auch im interkulturellen Garten. Sie haben folgenden Artikel über die Einrichtung geschrieben:


Titelfoto: Stadt Lahr

Der interkulturelle Garten – ein Foto aus dem Jahr der Landesgartenschau, 2018, als noch alles neu und frisch war.


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Der Freundeskreis landet beim Lahrer Stadtgulden auf dem dritten Platz

Die Ergebnisse der Abstimmung über den Lahrer Stadtgulden 2020/21 liegen vor: Von den 33 Projektideen, die zur Auswahl standen, werden zwölf im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt gefördert, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Lahr. Mit dabei ist auch der Freundeskreis Flüchtlinge Lahr mit seinem Projekt Brückenschlag – Geflüchtete nicht sich selbst überlassen. Hierfür bekommt er von der Stadt Lahr 5000 Euro.

Die ausgewählten Projekte erhalten jeweils bis zu 10 000 Euro und werden, sofern möglich, alle direkt im kommenden Jahr umgesetzt. Der Freundeskreis hat allerdings das ehrgeizige Ziel, sobald wie möglich mit seinem Projekt zu beginnen. Alle Projekte sollen dafür sorgen, dass das Leben in Lahr noch vielfältiger und attraktiver wird. Das Gesamtbudget betrug in diesem Jahr 109 700 Euro. Die nicht verteilten Mittel in Höhe von 1800 Euro werden dem Stadtgulden für das folgende Jahr zugerechnet.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge Lahr

Die Vertreterinnen und Vertreter der erfolgreichen Projekte reihen sich zur Siegerehrung auf; in der hinteren Reihe, Dritter von links, vertritt Günter Endres den Freundeskreis.


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